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Meine erste Nachricht im Neuen Jahr
Meine erste Nachricht im Neuen Jahr – Weihnachten liegt hinter uns – und jetzt auf zu neuen Taten.
Also erst mal die Vorstellung – Ihr habt doch nicht zwischen Weihnachten und Neujahr gewaschen ? Hoffe nicht , denn wenn ich meine Großmutter immer wieder höre -zwischen Weihnachten und Neujahr darf auf keinen Fall gewaschen werden denn sonst …….. ich will nicht sagen was dann passieren soll. Das ist von Alters her immer wieder überliefert worden.
Weihnachten ist nun Geschichte und in der letzten Woche ist doch wieder einiges passiert. Das Wichtigste ist, dass Verena ihre Wohnung in Düsseldorf ordungsgemäß an den Eigentümer übergeben konnte. Sie konnte Schlüssel ect. am 28.12. abgeben, ohne grosse Diskussionen, aber der Eigentümer hat noch keinen Nachmieter und so muss die Wohnung noch für Januar voll bezahlt werden. Ich hoffe nur, dass ich die Kaution nun in den nächsten Tagen auf meinem Konto habe. Jahreswechsel, da bluten aber alle Konten heftig bei mir.-
Auch am 28.12. machte der Aufzug wieder Schwierigkeiten. Drei Stunden soll der Mechaniker im Haus gewesen sein, 300,– Euro hat alles gekostet aber der Aufzug fährt nur wenn er Lust hast. Ich hatte das Glück mit vollen Taschen in die Höhe zu kommen. Ich wohne ja in der Spitze des Hauses und die Treppen mit der Wochenendlast des Einkaufes hätten mir die Lust am Aufstieg schon genommen.
Montagabend habe ich dann in einem der Nebenprogramme im Fernsehen über zwei Stunden Dieter Krebst mit Sketch Up mit so schönen Vorstellungen gesehen, die Berben war oft mit von der Partie. Endlich mal wieder etwas zum schmunzeln.
Zwischendurch war ich mit dem Fernseher auf den Märkten in Marrakesch. Alles für lange Zeit vorbei.
Und die Tage bis zum Jahreswechsel waren mit Arbeiten am Schreibtisch unterlegt. Da ich jetzt im Moment selbst die Gehaltsabrechnungen für meine Mitarbeiter machen muss, hatten wir viel Telefoniererei mit der DATEV, die Mitarbeiter sind kaum erreichbar da im home-office, aber Verena hat das gut hinbekommen. Und die Mitarbeiter dort waren sehr kooperativ.
Am 30. 12. , also Mittwoch, hatte ich einen EDV – Spezialisten kommen lassen da mein PC sehr lange brauchte um auf Tour zu kommen. Drei Stunden hat der Gute gebraucht, kein angenehmer Vertreter der Branche, den ich mir über Werbung besorgt hatte. Und als er fertig war brachte er die Stunden zu seinen Gunsten gut aufgerundet auf die mündlich vorgetragene Rechnung. Ich war müde und hätte ohne Widerspruch gezahlt. Da hatte er aber nicht mit meiner Tochter gerechnet …………Sie waren 15 Minuten später als angekündigt und gehen jetzt schon früher als berechnet. Ist das nicht so?
Er gab sofort nach und rechnete genau. Ich war richtig stolz auf Verena. Aber, dieser Fachmann kommt nicht mehr in mein Haus. Arbeit getan, nicht billig und einfach nicht sympathisch.
Den 31. 12. haben wir gut hinbekommen. Mit dem Rollwagen wieder die Einkäufe erledigt, zur Erinnerung endlich im Einsatz vor allem beim Weineinkauf, da schleppt man sich ja sonst richtig ab. Frische Tulpen gekauft, lecker Gebäck bei Heinemann für den Nachmittagskaffee und dann mal etwas Pause.
Dass Verena im Hause wohnt ist ideal. Und es ist super, dass wir nicht Tür an Tür wohnen. Wenn wir uns sehen möchten – eine kurze Nachricht und wir treffen uns. Sie ist so glücklich in der Wohnung mit Garten und jetzt kommen auch die Singvögel wieder die sich wohl durch die Katze der Vormieterin nicht gezeigt haben. Heute mit Begeisterung des erste Rotkehlchen im Futterhäuschen begrüsst.
Im Hause haben wir Nachwuchs, ein süsser kleiner Junge wurde geboren und von den Mietern begrüsst. Im Hause war und ist eine tolle Atmosphäre, alle begegnen sich freundlich und immer ein paar Worte.-
Den Übergang ins neue Jahr haben Verena und ich mit dem Fernsehprogramm geschafft. Wenn ich aus meinen Fenstern sah, die meisten Wohnungen waren erleuchtet. Und als der Übergang kam sind wir auf die Terrasse ,die ja hoch über den meisten Häusern liegt, und wir glaubten es nicht, es wurde rundherum Feuerwerk angezündet. Auch über dem Rhein gab es viel Böllerei, nicht so imposant wie in den Jahren zuvor, aber es war einfach eine gute Stimmung in diesen Minuten.
Und zu der Stimmung insgesamt kann ich für mich nur sagen – was sind das für Zeiten. Schlage ich die Zeitung auf kann ich sie eigentlich wieder kurz überschlagen und ab in den Container. Jeder der Offiziellen hat eine Meinung, meist nichts Gutes. Kritik ist von jeder Stelle zu lesen. Und einer zieht über den anderen her. Zu wenig Impfstoff, ja , kann ja sein, aber sie haben doch einen Stoff gefunden. Ob und wie der wirkt bleibt abzuwarten. Dass Israel uns voraus ist, da wird ja auch anders Politik gemacht. Und wenn wir hier teilweise eine Nichtbeachtung oder Überheblichkeit in der Bevölkerung sehen. Kaum zu fassen. Und ich sage Euch, da kommen noch dicke Hammerentscheidungen auf uns zu.
Aber wir machen einfach weiter mit Vorsicht und Hoffnung dass man bald mal wieder ohne Probleme verreisen kann. Ich wäre jetzt gern auf Ibiza die die starke Bevormundung hinter sich haben. Freunde gaben mir die Fotos rüber wo meine Wandergruppe nach der Tour am Wasser sitzt und lecker zu Mittag ist. Neid 🙁
Und hier in Oberkassel noch eine Entscheidung von Herrn Hoppe und seiner Frau, die seit über 50 Jahren einen Laden gegenüber hatten, der Kinderspielzeug, Bürobedarf und meine täglichen Zeitungen verkaufte. Beide über 80 Jahre, Herr Hoppe bis vor wenigen Wochen immer schon um 4 Uhr morgens vor dem Laden um die Zeitungen hereinzuholen und zu sortieren, all das wurde jetzt zu viel und es lohnte sich wohl auch nicht mehr. Und am 31.12. – dem offiziellen Schluss, standen die Kunden in einer langen Reihe um Abschied zu nehmen. Und immer wieder neue Menschen, die die dort als Kinder schon mit ihrem Taschengeld eingekauft haben, kamen jetzt mit ihren Kindern oder Enkeln um Lebewohl zu sagen. Der kleine Laden Hoppe war in Oberkassel so bekannt wie der alte Bahnhof am Belsenplatz oder das Heiligenhäuschen aus langer Vorzeit.
Wir haben jetzt nichts mehr zum Einkauf, zum Klatschen, und vor allem zum Lachen. Meine Zeitung habe ich heute im Supermarkt kaufen müssen. Wie mein Freund Peter aus Wuppertal mir heute bestätigte, war dort auch in der Presse über Hoppe zu lesen. Die Düsseldorfer Zeitungen hatten lange Berichte über die Geschäftsaufgabe.
Nun warten wie die nächsten Tage ab wie sich das Jahr vorstellt. Ich habe eben meinen Weihnachtsbaum abgeschmückt – nee – die Zeit bis Silvester ist mir zu lang, ich habe alles schön weggepackt und dabei gedacht ” ob ich die Sachen noch mal auspacken kann oder was bringt mir das Jahr persönlich”. ?
Zum Schluss noch eine Anmerkung was mir in den letzten Tagen noch auffiel. So viele Freunde und Bekannte von früher sind auf dem Handy erschienen um frohe Weihnachten oder ein gutes neues Jahr zu wünschen. Mit Kontakten, die eingeschlafen waren, was eigentlich ja natürlich ist und auch sein darf. Ob das daher kommt ,dass die Menschen sich mehr erinnern an die vergangenen Zeiten, ob sie mehr über die Vergangenheit nachdenken, und sich sicher daran erinnern, dass die Älteren so wie ich ja auch irgendwann mal als Foto im Regal stehen, wenn sie Glück haben. –
Ich denke positiv mit viel Nachdenklichkeit, habe eine tolle neue Ärztin im die Ecke die mich an mein Alter erinnert und meint , ich solle danach leben. Da habe ich gute Vorsätze, aber meist kommt mir da etwas dazwischen.
Also , positiv denken, Freundschaften liebevoll pflegen, und so kommen wir gemeinsam durch diese Zeiten.
Alles Liebe
Manfred




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