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Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich … so Konrad Adenauer
Sonntagmorgen, der 7. März mit Sonnenschein – ein herrlicher Morgen,
aber ich will mich wie immer am Wochenende kurz melden damit Ihr wisst wie es mir geht und was in der Woche los war die hinter uns liegt.
Immer wieder denke ich daran wie es doch einfacher wäre so in einer angenehmen Wohnung zu leben, das Leben ruhig dahin plätschern zu lassen.
Nein, nichts für mich. Etwas weniger Stress wäre schon gut, aber den kann ich nicht lenken.
Wie da sind – im ersten Quartal des Jahres die vierte Wohnungskündigung in bestem Einvernehmen. Seit mehr als zwanzig Jahren lebt die Familie hier in meinem Haus in einer guten Dreizimmerwohnung – wir können uns noch wie gestern daran erinnern als das Ehepaar hier einzog, hier lebte, die Tochter auf die Welt kam – immer freundliche Worte und nie Stress.
Und jetzt haben sich die Mieter ein eigenes Haus total renoviert und ziehen dorthin. Warum? Durch HomeOffice der Ehefrau und durch Platzbedarf für die Tochter sind drei Zimmer einfach zu wenig. Die Neuvermietung wird kein Problem da ich doch den Mietansatz erheblich unter der Vergleichsmiete hier halte da mir angenehme Mieter wichtiger sind als eine Spitzenmiete von der mir der Staat fast die Hälfte abnimmt.
Wie gesagt, die nächste Generation übernimmt den frei werdenden Wohnraum. Und da helfe ich mit meinen Möglichkeiten. –
Anfang der Woche traf ich mich mit meinem jungen Rechtsanwalt um mit ihm seinen Entwurf zur Patientenverfügung durchzuarbeiten. Da er Anwalt für Medizinrecht ist vertraue ich ihm und wir sind zu dem Ergebnis gekommen das ich mir in solch einem Falle wünsche. –
Meine Freundin Marita aus Krefeld, die ich seit Jahrzehnten kenne und die mir als Galeristin in Krefeld seit langen Jahren verbunden ist hatte Mittwoch Geburtstag. Auch in den 80ern ist sie noch top drauf und wir haben lange über die vergangenen Jahre gesprochen. Sie lebt immer noch alleine in ihrer Wohnung hat aber engen Kontakt zu ihrem Sohn und dessen Familie. Was haben wir am Telefon in schönen Erinnerungen geschwelgt. Noch vor zwei Jahren haben meine Kollegen mit ihr meinen Geburtstag hier im Muggel gefeiert, auch dieses super Lokal steht in dieser Krise ohne Gäste da. Für Oberkassel ein starker Verlust.-
Und in der Woche beschäftigten meine Tochter und ich uns zeitweilig mit unserem Neuzugang Lumi. Als wir mal einen längeren Spaziergang am Rheinufer machten und ich das ganze Treibholz sah kam bei mir die Sammelleidenschaft auf. Wieso? Wunderschöne Holzstücke lagen da,durch das Hochwasser angeschwemmt und luden ein für den Kamin. Also habe ich nachgedacht. Jahrzehnte zurück, als ich noch in Meerbusch wohnte und den starken Ritchie als Hund hatte, sind wir an den Wochenenden immer an den Rhein und haben Holz gesammelt. Warum nicht auch in dieser Zeit. ? Also gedacht getan.
Unten im Haus wartet seit zwei Tagen ein Bollerwagen zum Aufbau. Der wird bald am Rhein zu sehen sein und der Alte, den meine ich mit mir, wird den Wagen aufladen. Damit alles leichter geht habe ich aus den gestrigen Weinlieferungen die super Pappkartons aufgehoben. Dann ist der Transport durchs Haus viel einfacher.
Und schon ergibt sich ein Weg zum gestrigen Chaos-Tag,der meinen vollen Einsatz erforderte.
Morgens wie immer HomeOffice, Rechnungen und Voranschläge liefern sich auf meinen Schreibtisch Wettrennen. Und ich versuche die Ruhe zu bewahren. Gegen Mittag habe ich mir etwas fürs Mittagessen gemacht und wollte mich mal ne halbe Stunde hinlegen.
Kaum lag ich da ging die Klingel. Ich zum Öffner, aufgedrückt, ” Paketlieferung”. Ja, stellen Sie das Paket bitte in den Aufzug. Ich die paar Stufen runter, der Aufzug kam, ein Paket mit DVDs von Amazon lag darin und ich nahm es mit in die Wohnung. Hingelegt – 20 Minuten später erneutes Klingeln.
Raus an den Türöffner ” eine Paketlieferung”. ich konnte nicht so richtig lachen denn meine Pause war futsch. Wieder an den Aufzug, wieder ein Paket, viel zu schwer nach oben zu tragen, also erst mal da im Treppenhaus untergebracht. Mit schlechtem Gewissen denn ich habe das nicht so gern wenn Mieter das Treppenhaus als Lagerstelle gebrauchen.
Dann nicht mehr hingelegt, ein scharfes Messer geholt, eine starke Tragetasche mit nach unten und das große Paket aufgeschnitten.
Meine erste Weinlieferung war angekommen. Ich hatte davon erzählt. Die Weinfirmen sind im Moment sehr auf Werbetour. Wunderbarer Wein z.B. Gran Reserva aus 2014 – und diese 12 Flaschen mit vier Weingläsern für Euro 58,99. Ich packte alles aus und dachte ” das hast Du gut gemacht Jungbluth”.
Alles war im Vorratskeller untergebracht. Das Treppenhaus war wieder frei und ich dachte daran den Freitagnachmittag mal mit Aufräumen im Büro zu Ende gehen zu lassen. Haha.
Nach einer halben Stunde die Klingel. Das Schauspiel wiederholte sich “Ich drücke auf” – bitte in den Aufzug.
Und ich zum Aufzug. Zwei große Kisten, wieder und es war das letzte Angebot wo ich drauf abgefahren war. Mensch, auf der einen Seite happy, auf der anderen Seite kaputt. Und keine Hilfe in Sicht.
Also das Spiel wie gehabt. Messer und aufgeschlitzt . Mensch war ich erfreut als ich mir den Inhalt näher ansah. Das Willkommensangebot der italienischen Firma war umwerfend. Ich hatte letzte Woche auch die nur mögliche Anzahl des Angebotes – nämlich Stück zwei Kisten – bestellt. Pro Kiste 12 Flaschen rot, weiss und rose aus Italien, dazu pro Kiste Leckerchen wie Oliven, Balsamico, Mandelkekse usw. Alles super verpackt in Noppenfolie und kleinere Gläser. Wenn diese leer sind fliegen sie mit mir Anfang Mai zu meiner Freundin Margot nach Ibiza für die Einmachsaison. Und all das kostet Euro 79,80 – 24 Flaschen Wein und 12x die feinen Leckerchen. Ja, die Unternehmen gehen mit dieser Werbung in die Vollen. Ich habe meinem Weinlieferant in Delitsch mal die Angebote übersandt. Da müssen die wirklich mal etwas machen. Denn jetzt ist mein Weinregal total voll, aber da greife ich bei Gelegenheit noch mal nach. –
Und gestern dann am Abend noch einen Abschluss gemacht. Über MyHammer habe ich einen Mitarbeiter gesucht. Ich habe eine sehr fleißige Hilfe Ulla, die immer montags bei mir den Haushalt macht. Aber – ich habe mal die Fenster gezählt die zu putzen sind in meiner Wohnung.
Es sind genau 26 Fenster unterschiedlicher Größe und Form. Das kann sie nicht bewältigen. Und schon hatten wir ein Angebot – der Fensterputzer kam noch gestern Abend um 18.30 um sich die Fenster anzusehen und um mir ein Angebot zu machen. Und wir kamen zu einem gemeinsamen Ergebnis. Er fängt jetzt an einmal im Monat den ganzen Bestand inc. Rahmen zu säubern.
Und mein Sonntagsfrühstück hatte ich mir verdient. Und eigentlich jeden Tag ein anderes Geschirr.
Ich liebe wenn der Frühstückstisch mir auch in punkto Geschirr und Kristallglas gefällt. Deshalb habe ich auch keine Spülmaschine. Die Heidelbeeren aus Chile, der Joghurt aus Griechenland und das Brot aus Düsseldorf. Und die Eier von meinem Freund aus Nierst mitgebracht. War das heute ein guter Anfang. Und jetzt mache ich Mittagspause. Strahlende Sonne wird hoffentlich noch etwas da sein wenn wir später den Bollerwagen zusammenbauen.
Ich wünsche Euch eine gute Woche, morgen ist Weltfrauentag. Gibt es eigentlich auch einen
Weltmännertag?
Macht es gut .
Manfred




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