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Fange ich mit dem an was mich gestern Abend so bewegt hat
Fange ich mit dem an was mich gestern Abend so bewegt hat –
dazu passt folgende Ausführung
Glück ist Zufriedenheit der Seele. Wir können es jagen , aber nicht erzwingen, wir können es suchen aber nicht kaufen. Und plötzlich lässt es sich auf unsere Schulter nieder, sanft wie ein Schmetterling.
Und genau so etwas habe ich gestern am Abend erlebt. Ein Abend der mir vorerst auch unvergessen bleiben wird.
Seit Jahren habe ich Kakteen, schon lange lange Zeit. Und sie wurden größer und größer. Und sie blühten auch mehrmals im Jahr. Im Sommer auf der Terrasse und über die Winterzeit im Haus.
Als ich mit Verena am Freitag d.W. einige Dinge ins Internet stellte zum Verkauf da kam mir total spontan der Gedanke ,dass ich diese über inzwischen über 2m hohen Riesen doch abgeben möchte. Ich brauche seit Corona immer blühende Blumen um mich herum. Immer drei Tulpensträuße in den Vasen, und auch in diesem Jahr besonders viele Narzissen, die es in den Supermärkten sehr preiswert gibt. Jetzt vor mit steht auch gerade ein aufblühender Strauß dieser gelben Osterglocken.
Und als wir die Eingaben in meinem Blog eingestellt hatten und eBay auch einen Teil aufnahm kam mir total spontan der Gedanke diese Riesen auch in eBay anzubieten aber als Geschenk . Ich nahm die Maße auf und wir setzten sie ins eBay unter ” zu verschenken”.
Nach wenigen Minuten die erste Meldung von Dennis. Er war ganz aufgeregt. Ja, sagte ich , sie können die Pflanzen geschenkt bekommen. Fast atemlos die Frage – kann ich sie morgen abholen. Ja, ok.
Innerhalb der nächsten halben Stunde zig Anfragen. Aber leider nein, sind vergeben. Unter all den Anfragen rührte mich ein Mann mit Namen David, der sich total traurig zeigte und sich ganz traurig mit sehr rührenden Sätzen verabschiedete. Da ich keine Anzahl der Pflanzen genannt hatte kam mir der Gedanke für diesen Mann ein oder zwei von den kleineren Pflanzen aus dem Angebot herauszunehmen und ihm zu schenken. Gedacht getan – ich rief zurück und was für eine Freude. Er schickte mir ein Foto seines eigenen Kaktusses mit der Bemerkung ” der freut sich auch so sehr, er ist jetzt nicht mehr alleine. “
Zurück zu Dennis. Er rief mich mehrmals am Tag an da er ein Lastentaxi brauchte und Angst hatte ich würde die Geduld verlieren. Nein, beruhigte ich ihn. Und dann kam er, natürlich zur Zeit in der ich sonst die Nachrichten ungestört sehen möchte. Egal, es klingelte und er kam mit einem zweiten Mann nach oben da ich ihn darum gebeten hatte. Ich hatte keine Lust diese riesigen Töpfe mit zu tragen.
Die Pflanzen standen im Winter vor meiner Wohnung im Treppenhaus. Da letzte Etage störten sie niemanden.
Als Dennis sich dann persönlich und seinen Mitträger vorgestellt hatte und er sich die Pflanzen im Detail ansehen konnte flippte er vor Freude aus. Im Nachhinein benannte ich seine Reaktion wirklich als hemmungslose Freude. Er konnte sich erst einmal gar nicht beruhigen und auch nicht glauben, dass er diese riesigen Dinger geschenkt bekommen würde. Seine Hilfe, wohl der Fahrer auch so
freudig, mahnte dann zum Beginn des Abtransportes. Die Riesen wurden in Decken verpackt, immer darauf achtend keinen Dreck zu machen. Und endlich wurde der erste schwere Topf die Stufen runter zum Aufzug getragen. Und Gott sei Dank, er ging in den Aufzug. Und so ging es knapp eine Stunde weiter. Alles ging ohne Bruch über die Bühne. Und als ich dann alleine war habe ich den Aufzug kontrolliert. Blitzesauber. Beim Abschied noch mal die hemmungslose Freude, ” und wenn Sie mal Hilfe brauchen , wir kommen sofort um zu helfen”. Ich war so gerührt dass ich dann selbst die späteren Nachrichten mit all dem Mist derzeit ertragen konnte mit einem leckeren Rotwein aus meinem nun umfangreichen Bestand.
Der Tag war aber noch nicht zu Ende. Es war ja erst kurz nach 20 Uhr. Mir ging es gut nach dem Ablauf zuvor, David schrieb mir dass er seinen Kaktus in Kürze holen möchte und wir warten den Auftritt dann ab. –
Das Fernsehen gibt mir wenig Anlass mir die Dinge dort anzusehen. Mal Wilsberg oder heute die letzte Sendung von Carmen Nebel, nee, gestern war nix für mich drin.
Und deshalb hatte ich mir vor einiger Zeit mal im Internet ein paar DVDs gekauft um mir an solchen
Abenden mein eigenes Programm zu machen. Und da war die oberste DVD eine internationale Fassung mit dem Namen THE LAWYER. FSK ab 12 Jahre. Nur für den Fall dass jemand denkt es wäre eine ferkelige Vorstellung. Der Film war auch ausgezeichnet und ich versuchte mich mal mit der Einstellung auf dem Player. Da erkannte ich, dass der Film eine Produktion aus Litauen ist und auch zu einem Teil dort auch spielt. Dort ist die Hauptstadt Vilnius für eine Zeit der Ort wo der Film spielt. Und im Laufe des Film kommen mir so viele Parallelen zu meinem Leben von vor fünf Jahren vor, in der Zeit zu der ich rein zufällig meinen Freund Mo kennen lernte und wir trotz all der Schwierigkeiten immer wieder zusammen die Probleme zu meistern versuchen die ein Syrer mit Familie hier hat.
Hier im Film ein Jurist, der eigentlich durchs Leben hangelt, als aber sein Vater stirbt wird ihm die Endlichkeit in seinem eigenen Leben sehr bewusst. Und er lernt über Internet einen Mann kennen mit dem er sich gut versteht. Dann stellt sich aber heraus, dass dieser Mann, der in einem Lager in Serbien lebt als syrischer Flüchtling auch gar keine Chancen hat aus dem Lager heraus zu kommen. Und immer wieder Gedanken an die aktuellen Geschichten von Mo und seiner Familie.
Am Ende mit viel Aktionen gelingt es dann dem Anwalt in das Lager zu kommen. Das Ende war etwas kriminell aber aktuell, der Anwalt hatte Pläne die nicht ganz legal waren, aber es gab wohl ein Happy End über das der Zuschauer im einzelnen nicht informiert wurde.
” Und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute “. Aber ich denke meine Freunde werden mich verstehen wenn mich diese Geschichte sehr mitgenommen hat da sie mich an viele Vorkommnisse in meinem Leben der letzten fünf Jahre erinnert hatte.
Und dazu dann noch einmal in Ruhe in den Sessel, den Wein nachgeschenkt, und nach der hemmungslosen Freude von Dennis und den Erinnerungen der Flucht aus Syrien von Mo bin ich dann in mein Bett. Und was soll ich sagen, so gut geschlafen habe ich seit Monaten nicht mehr. Als ich dann gegen fünf Uhr gut ausgeruht wach wurde musste ich erst mal nachdenken was denn heute für ein Tag ist. Und das gelang mir dann doch ohne großen Probleme da mein Lieblingsbäcker Hinkel freitags auf den Markt kommt und ich die Brötchen schon auf dem Frühstück für heute liegen sah. –
Und da die Woche wieder so voll war gehe ich jetzt noch mal zurück auf den Wochenanfang Montag.
Zwei Dinge zeigten diesen Wochenbeginn aus – einmal den Geburtstag von Freund Christian aus Köln, dem ich fälschlicherweise schon einen Tag früher gratuliert hatte und dann, sehr eingreifend in meine Geldsachen – eine total hohe Einkommensteuervorauszahlung für das Jahr 2021. Die hohen Kosten und Ausfälle im 1. Quartal werden mir für die kommenden Wochen Grenzen aufzeigen. Meine Steuerberatung und ich werden für das 2. Quartal versuchen eine Kürzung zu erreichen. Mal sehen wie weit wir da kommen.
Am Dienstag war der Beginn einer komplizierten Zahn-und Kiefernoperation bei Mohamed, über deren erste Behandlung auf vier Stunden angesetzt war. Die Behandlung war schwierig aber der Arzt auch ungewöhnlich unfreundlich. Erst auf Nachfrage rückte er mit Schmerzmittel heraus, die Schmerzen sind bis heute ohne die Mittel nicht zu ertragen. Morgen wird er wieder in die Klinik gehen. Und wechseln kann man natürlich nicht, aber da werde ich noch Laut geben nach Abschluss der Behandlung.
Und jetzt mal wieder schöne Dinge im Leben eines Rentners mit Volljob.
In der Wochenmitte ging bei mir morgens das Telefon. Und wer dran? Jörg Schuppelius , mit dem ich so gut in Brandenburg zusammen gearbeitet hatte. Er war Fachberater bei der Privatisierung der Landwirtschaft in Brandenburg und seine Pläne kamen dann zu mir in den Ausschuss zur Beratung und meist zur Bewilligung. Was haben wir gute Sachen zusammen erarbeitet. Und er hatte aktuell in seinem Telefonbuch gekrost und meine Nummer gefunden und mich spontan angerufen. Und wir werden uns bald einmal bei ihm in Dülmen zu einem Kaffeeplausch treffen.
Und ein weiterer Freund aus grauer Vorzeit trat plötzlich wieder in mein Leben. Peter Krell hatte über einen Freund von meinem Blog erfahren und sich über Internet bei mir gemeldet. Seit mehr als 30 Jahren haben wir uns nicht mehr gesehen. Sein Geschäft ist gerade aus über den Rhein, auch da werden wir uns zu einem Wiedersehen ganz bald mal treffen. Immer wieder der Gedanke ” wo bleibt nur die Zeit”? Und man erkennt in meinem Alter dass die Zeit rast, die Woche ist wie nix rum.
Und wenn ich auch kaum TV sehe, in der Woche war ein Kurzbericht über Marrakesch und das Land zu sehen. Da wird mir immer wieder bewusst was ich dort alles gesehen und erlebt habe. Auch wieder Jahre her. Und die Sehnsucht bleibt wie auch die Sehnsucht nach Thailand und so wie dort wie auch in Marrakesch vermisse ich so meine kleinen Hotels.
Aber ein ganz wenig dürfen wir hoffen. In der Woche konnte ich ohne Probleme zu meinem Friseur , was war ich glücklich die Matte endlich vom Kopf zu haben. Und der Schnittpreis war so günstig geblieben wie vor der Pandemie. Ne Menge Konkurrenz um den Laden herum. Meist alles Friseure aus Allepo. Und nur den einen will ich und der bekommt immer ein dickes Trinkgeld – er arbeitet ohne
Geschwätz und so sorgfältig,
Auf dem Rückweg bin ich dann bei Kodi rein. Endlich wieder einkaufen, und die Tasche war anschließend wieder gut voll – nur das Nötigste. 🙂
Und die Woche war noch nicht zu Ende. In eigener Sache hatte ich mit einer sehr kompetenten Sachbearbeiterin bei der Deutschen Bank einen Termin vereinbart. Auch hier zu erkennen, die Kollegin arbeitet teilweise im HomeOffice und zum Teil in ihrem Büro. Dort waren wir verabredet – es wurde für mich -auch auf die Zukunft gesehen ein sehr interessantes Gespräch. Ich habe zwar nichts am Markt anzulegen, aber nach der Auskunft der Fachfrau liegen die Werte der Zukunft in China und im Bereich der Digitalisierung.
Und ich nahm meinen Besuch zum Anlass einen Business-Plan meiner Nichte mit zu dem Gespräch zu nehmen. Der Plan, mit dem Steuerberater ausgearbeitet, gefällt mir sonst hätte ich ihn nicht mitgenommen.
Wir haben über die Situation bei den Existenzgründungen gesprochen. Bisher liefen diese Anträge über die KfW, die aber dafür überhaupt keine Zeit mehr hat. Die Hausbanken finanzieren diese Maßnahmen nur wenn die KfW die Mittel refinanziert. Also nix.
Mir kommt jetzt die Idee einer zwar nicht so günstigen Hausbankfinanzierung. Das läuft aber nur dann wenn es eine gute Sicherheit für diese Mittel gibt. Da ich meine Nichte sehr schätze und auch das Programm ” Reputationsschutz in Google für Topmanager ” für sehr aktuell halte werde ich mich bemühen für diese Existenzgründung etwas zu erreichen.-
Und zum Schluss für mich noch eine Überraschung. Habe mir vom Apotheker zum Mittel Gingium raten lassen. Habe es eine Zeit lang genommen aber an Wirkung und Preis gedacht und darauf verzichtet. Aber von Zeit zu Zeit denke ich dass es doch vielleicht hilft schneller zu reagieren. Aber preislich ist es doch ganz schön hoch angesiedelt. Da fragte ich gestern meine Tochter ob sie sich mal im Internet danach umsehen könnte. Mensch, Donnerwetter, da war ich aber platt. Zum halben Preis für dieses Mittel das ja kein Arzt verschreibt und mir meine Apotheke sehr empfohlen hat.
Jetzt weiß ich auch warum. Wieder auch für mich ein Lieferant im Internet.
Seit heute ist Mallorca und Ibiza wieder offen. Ganz langsam nähern wir uns wieder der Normalität.
Über die Raffkes in der Politik und dem Durcheinander beim Impfdebakel sprechen wir heute nicht.
Ich habe meinen ersten Impftermin am kommenden Sonntag. 🙂
Drückt mir bitte die Daumen dass ich das alles gut überstehe. Ein schönes Wochenende für Euch.
Manfred




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