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Grüße vom Schneemann
Sonntagmittag gegen 14 Uhr. Was ein herrlicher Tag nach diesen oft so tristen Tagen in der letzten Woche.
Eigentlich müsste ich jetzt die Gunst der Stunde nutzen um einen Spaziergang am Rhein zu machen. Nein, ich habe jetzt die Zeit und Ruhe etwas über meine letzte Woche zu schreiben.
Da der Wochenanfang bedingt durch dieses Durcheinander auf dem vorliegenden Grundstück vor unserem schönen Zuhause auf Ibiza erwartungsgemäß wieder für so schlechte Laune bei mir sorgte fange ich mal an rückwärts zu berichten.-
Also, als ich heute Morgen wach wurde waren meine Fenster richtig dicht zugeschneit. Ich aus dem Bett und raus auf die Terrasse. War das herrlich. Die ganze Stadt unter mir dick mit Schnee eingepulvert. Meine Laune war richtig gut. Endlich mal kein Dreck und Stress um mich herum. Die Tauben wackelten erwartungsgemäß in der Dachrinne, aber die war auch zum Füttern noch zu voll mit Schnee.
Mein Handy gab mir den Nachricht meiner Tochter aus der Gartenwohnung, was für ein Schneefall – und der Bambus musste wieder aufgerichtet werden da unten. Und was sah ich noch? Auch Verena hatte so gute Laune, dass sie kurz barfuss durch den Schnee getanzt war. Beweis das mit gesendete Foto der Spuren im Schnee.
Und ich habe mir das Frühstück gemacht, gut gelaunt, der Kühlschrank gab genug für gute Laune her. Also Schnee und voller Kühlschrank, was sollte da die Laune trüben?. Aber dann musste ich vor die Türe. Nachdem unser kleiner Zeitungsladen zu unser aller Kummer zum Jahresende geschlossen hatte gab es an den folgenden Tagen keine Presse in unserer Nähe.
Aber so sind die Deutschen, heute schon bot der kleine Postladen zum Lotto und Schnaps nun auch die Tagespresse an. Ich eine Ausgabe unter den Arm und dann mal schnell zum Bäcker. Frische Brötchen brauchte ich nicht aber lecker Krapfen für den Kaffee gleich nach diesem Blog für Verena und mich. Ich war der 10. Kunde ,der auf der Straße in der Schlange wartete. Aber was sollte mich aufregen. ? Es war ein wenig kalt. Aber auch ich kam mal dran. Und was hatte der Bäckerladen? Die frische Tagespresse, und leckere Krapfen für den Nachmittag.
Es war gegen 10 Uhr. Als ich die Meter zurück zum Haus ging stand da schon ein süßer kleiner Schneemann. Wer hatte den denn schon gebaut.? Er was so niedlich dass ich mein Handy holte um ein Foto zu machen. Wer weiß ob wir noch einmal so viel Schnee bekommen.
Also war ich heute Morgen schon mal der Empfehlung gefolgt – 7500 Schritte jeden Tag führen laut Studie zu einem deutlich lebensverlängerden Effekt.-
Ich gehe nicht aus diesem Grund mal ein paar Schritte rückwärts in die vergangene Woche.
Gestern, am Samstag , eigentlich der Einkaufstag, stand aber nicht auf dem Programm , wollte meine Tochter zum Gartencenter Boogie in Büderich. Ich kannte Herrn Boogie persönlich aus meiner Arbeit als Mitarbeiter im Kreditausschuss für Gartenbau bei der WestLB – er vertrat die Seite der Praxis und ich die WestLB als Seite der Bürgschaftsgeberin in meiner Eigenschaft als Agraringenieur mit drei Semester Gartenbau an der Hochschule. Ich dachte spontan ob er noch lebt? Aber das war ja nicht der Grund unseres Besuches. Ich war so beeindruckt von dieser tollen Anlage mit Innen – und Außenbereich. Und sie hatten Anmachholz für meinen Kamin das ich gern mit in den Wagen nahm.
Obwohl wir ja nichts brauchten machten wir noch kurz Station bei Real. Meine Tochter wollte dort mal nachsehen ob die in ihrer Technikabteilung einen Bluetooth-Kopfhörer hatten. Wir haben beide so kleine Ohreingänge dass die kabellosen Knöpfe nicht halten.
Und mir fiel ein, dass ich bei der Freitagreklame gesehen hatte, dass Real diese kleinen Gläser mit Fisch hatte. Die liebe ich so und kaufe sie in der Regel bei Ikea. Aber da ist ja nix zu holen im Moment. Also durch die Regale, denn ich hatte gesehen dass es sie im Angebot gäbe. Und ich fand das Regal. Aber Angebot? War wohl nix. Aber ich kaufte vier Gläschen und war happy. Zu Hause lag Real noch auf dem Hocker. Und ich sah da die Gläschen zu meinem Wunschpreis – 1.47 Euro. Und ich war fast einen Euro teurer eingestiegen. Was war das denn? Ja, Jungbluth, besser hinsehen. Das Angebot gilt erst ab Ende nächster Woche. Man sollte nicht nur seine Bankauszüge sorgfältig kontrollieren – auch die Reklame wird jetzt in Zukunft auf das Datum hin geprüft.
Aber die Einkaufstour war gelungen. Wieder mit vollem Wagen ab nach Hause. Am Abend lieb mit meiner Cousine telefoniert die ich an ihrem Geburtstag nicht erreichen konnte, die mich aber einen Tag später zurückrief. Also gestern. Sie ist ein halbes Jahr älter als ich aber auch noch super drauf. Sie klagte natürlich auch über die Einschränkungen die das Leben so gerade für uns Alte bereit hält. Und sie vermisst so ihre Enkelkinder. Alles in Vorsorge um ihre Gesundheit.
Und da wir kurz dieses Thema streifen – Ibiza ist nun seit gestern auch total wegen Corona gesperrt. Und ich hatte vor zum Monatsende rüber zu fliegen um mich mit den Problemen der Baustelle vor unserem Eigentum auseinander zu setzen. Das mache ich jetzt mit dem Einsatz von Freunden mittels Fotos ect. Hier noch kein Thema.
Was habe ich mich gefreut als ich am Donnerstag von Amazon ein Paket bekam. Der Bote klingelte, ich drückte auf und er sagte er habe Pakete. ” Legen Sie die bitte in den Aufzug”.
Der Aufzug kam hier oben bei mir an – whow fünf Pakete wollten raus . Manchmal denke ich wirklich wie das in Zukunft weiter gehen soll für den Einzelhandel. Ich verteilte die Pakete auf der Etage, und wirklich, eins blieb für mich übrig. Ich konnte nicht direkt erkennen wer bei Amazon den Auftrag gegeben hatte.
Am Nachmittag fand ich dann die Zeit auszupacken. In eine tolle Einpackfolie . Und eine kleine Widmung ” Viel Vergnügen mit Deinem Geschenk! Ein kleines Dankeschön für die vielen schönen, kleinen Freuden via Post ! Von: Uwe und Christian.” Ausgepackt fand ich ein tolles Buch ” Das neue Berliner Schloss” Vom Stadtschloss zum Humboldt-Forum. Begleitet wurde dieser Band von einer bekannten Fotografin vom ersten Spatenstich mit der Kamera bis zum Einzug der ersten Museumsobjekte. Super und vielen Dank nach Köln.
Wer mein Leben etwas begleitet hat davon gehört ,dass ich beim Aufräumen von Garage, Speicher und sonstigen “Lagerstätten” in meinem Leben in der Woche einen Fund gemacht habe der meine Tochter und mich richtig begeisterte.
In einer großen Schachtel fanden wir in einem alten Koffer einen ansehnlichen Stapel alter Notenblätter. Teilweise mit Text aber meist für Klavier ect. Datiert um die Jahrhundertwende um 1900, aus einer Musikalienhandlung in Bonn, teilweise gestempelt. Ich habe die Blätter sorgfältig durchgesehen. Auf Wunsch meiner Tochter habe ich versucht einen Text zu singen. Was haben wir gelacht. Sie hat dabei mit dem Handy gefilmt. Was haben meine Freunde gelacht als die das bekamen. Aber, bei der Durchsicht fanden wir ein Kuvert. Ich machte es auf und fand ein Besitzzeugnis.
Auf Allerhöchsten Befehl Seiner Majestät des Königs bezeugt die Generalkommission in Angelegenheiten der Königlich Preußischen Orden hierdurch, daß seine Majestät dem
Amtsgerichtsrat Wilhelm Franz Hubert Pick in Kerpen das Verdienstkreuz für Kriegshilfe zu verleihen geruht haben. Berlin, den 24.Juli 1918 Das wurde meinem Großvater durch das
Kgl.Preuss.Landgericht in Cöln an 26. August 1918 ausgehändigt.
Nun suchen wir nach dem Orden. Und niemand wusste von dieser Urkunde und diesem Orden. –
Und in solch einer Woche sind natürlich auch traurige Momente. Mein langjähriger Freund und Kollege Heiermann von der WestLB wurde vor sechs Jahren beerdigt. Mensch wie die Zeit vergeht.
Und auf den Anfang der zurückliegenden Woche werde ich hier kaum eingehen. Es ist Ibiza was seit einigen Wochen total Stress macht. Im vor unserem Eigentum liegenden Grundstück wird total rumgebaggert, Wege zerstört, Pinien von mehr als hundert Jahren mit einem ergreifenden Biotop ersatzlos geschlagen, unter Naturschutz stehende Sabina abgehackt. Nicht nur die Natur ist auf Ibiza der Verlierer, auch unser Grundstück mit dem wunderbaren Blick auf Meer und Stadt. Ibiza wird enorm an Wert verlieren wenn diese Bauarbeiten sich ausweiten in nicht zu übersehbarer Form. Die beauftragte junge Architektin hat meinen Miteigentümern und Nachbarn glaubhaft versichert es hätte nur einer geringen Änderung der Planung bedurft und der wunderschöne Pinienbaum mit all den Fledermäusen und Tagvögeln hätte stehen bleiben können. Nun rattern die Krane und Bagger auf dem Grundstück. Und die Insel steht wie Mallorca quasi für die Bewohner vor einem Kollaps.
Abgesehen, dass ich persönlich einen hohen materiellen Schaden erleide, auch die Anlage Can Furnet wird nicht mehr das sein was sie war. Nachbar Günter berichtet ,dass zwei weitere Baustellen in unmittelbarer Nähe angelegt werden. All das Geld, was die Investoren zu retten versuchen ehe die noch nicht absehbaren Belastungen durch Corona auf sie zukommen, wird jetzt verbuddelt. Einfach Sch….
Aber ich versuche in eigenem Interesse die Sache sachlich weiter zu verfolgen. Nicht von ungefähr kann ich keine Nacht mehr durchschlafen, das, was ich da 30 Jahre aufgebaut habe, wird nun für die Zukunft geopfert. Soll sich das für mich noch lohnen?
Meine Freunde, meine Familie und ich hatten eine gute Zeit dort. Meine beste Freundin ist dort vor nun fünf Wochen ganz plötzlich verstorben. Auch immer wieder in Gedanken bei mir 🙁
Und jetzt zum Schluss noch mal etwas ganz Neues.
Da die Barmer Krankenkasse sich weigert mir bei dem Tinnitus und der Schlaflosigkeit zu helfen – habe aber die nächste Erhöhung des Beitrages schon auf dem Tisch,- wurde ich heute erst aufmerksam auf eine neue App.
Derzeit leiden rund fünf Millionen Menschen an ” Insomnie”- Schlaflosigkeit , diese wird in der Regel durch Stress ausgelöst und hat keine organischen Ursachen.
Die Standardtherapie sind nicht Medikamente sondern : die kognitive Verhaltenstherapie.
Und da soll die Technik helfen können da Therapeuten fehlen für diese Schlaflosen.
Seit Ende 2020 ist die App. “Somnio” vom Bundesinstitut …..zugelassen. Es ist die erste geprüfte digitale Gesundheitsanwendung für Schlafstörungen.
Einfach runterladen kann man Somnio nicht. Man braucht einen Lizenzcode. Den bekommt man beim Arzt. Die App wird verordnet , so wie eine klassische Therapie auch. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse. Die Dauer der Anwendung beträgt mindestens 90 Tage.
In einer Studie konnten Menschen mit Schlafstörungen im Schnitt 18 Minuten schneller einschlafen und hatten 30 Minuten weniger Wachzeiten in der Nacht.—
So- gleich kommt meine Tochter und wir werden den Krapfen zu Leibe rücken. ich hoffe ich habe Euch nicht gelangweilt. Und morgen geht es weiter im Kampf ums Überleben. Passt auf Euch auf. Wir brauchen uns noch.
Manfred




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