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Ein wenig Wintergefühl heute am frühen Morgen
Wir haben Sonntagnachmittag – noch recht früh aber ich möchte diese Zeit nutzen um Euch über die Dinge der letzten Woche zu berichten, die wie meist in meinem Leben nicht dem normalen Ablauf eines Tages für einen ” Altrentner” entsprechen.
Wo soll ich anfangen? Erst einmal ohne Klagen – ich habe mich heute Morgen so gefreut als ich aus meinem Bett durch die großen Fenster auf die Dächer sah, leichter Neuschnee in der Nacht, noch so schön sauber, aber auch das ist inzwischen wieder Vergangenheit. Mal sehen, wann es noch mal so dekorativ beim Wachwerden auf mich einwirkt.
Die Woche – wie immer ein Flickenteppich von na ja und was für nen Mist.
Ich habe mir vor zwei Wochen einen neuen Router geleistet. Vom Feinsten, aber da stand ich kurze Zeit später da und der Router wollte nicht weiter arbeiten. Und Ihr wisst, ohne Internet keine Verbindung mehr zur Außenwelt. Was tun? Ich habe hier auf der Luegallee einen Vodafone Shop der alle Dinge für mich erledigt. Demnächst ein neues Handy für meine Tochter, mein Vertrag läuft im März aus. Und ich bin seit 1998 Kunde bei Vodafone – noch in Berlin auf dem KuDamm hatte ich meinen ersten Vertrag abgeschlossen. Und wenn es sich lohnt bin ich treu, nicht nur bei Vodafone 🙂
Also ich hin zum Shop. Haben ja nur zu gewissen Zeiten auf. Die beiden Mitarbeiter Kevin und Florian wechseln sich ab. Und als ich ankam war ein Kunde im Laden, also ich durfte nicht rein, und Florian, der gerade an diesem Tag aus dem Urlaub kam, kam raus, ich an ihn ran und sprach mit ihm kurz über mein Problem. Er hatte mir den neuen Vertrag zum Router verkauft.
” Einen Moment Herr Jungbluth, muss gerade in die Apotheke, brauche was für meine Kopfschmerzen, ich komme sofort mit Ihnen”. Und er kam mit , und noch nicht in 10 Minuten war das neue Ding eingestellt. Florian hatte auf seinem Handy den Plan für dieses Ding, ruck zuck war Jungbluth wieder online. So wünsche ich mir einen guten Wochenanfang, und dieser Shop bekommt im März den Auftrag für das neue Handy für meine Tochter.
Und ich konnte wieder arbeiten. Der Jahresabschluss und Übergang erfordert immer wieder neue Schritte, zumal Wechsel bei den Partnern wie Steuerberater ect. anstehen. Noch immer vermisse ich die überarbeitete Jahresabrechnung hier für mein Haus in Düsseldorf. Nach Bestätigung durch den abgebenden Steuerberater war die Korrektur für den 16. Nov. l.J. angekündigt. Nun habe ich höflich angefragt? Entschuldigung, ich arbeite daran, aber meine Eltern sind beide über 90 Jahre und ich muss mich doch kümmern. Und wer kümmert sich um mich, der endlich die Abrechnung abschließen möchte um frei in dieses Jahr zu kommen.?
Aber all das kann ich irgendwie regeln. Nur die Nerven werden immer wieder angespannt. Zum wirklichen Problem komme ich später noch einmal, da geht es um Ibiza.
Ich hatte in diesen Tage darauf so angenehme Telefonate. Meine ehemalige Nachbarin aus Meerbusch und ich hatten ein gutes Telefonat über die lange Nachbarschaft, aus der ich mich dann vor drei Jahren ganz für Düsseldorf entschieden hatte. Gerade jetzt auf dem Land zu leben ist nicht so einfach. Hier ist ja quasi alles vor der Türe.
Mein Mieter Kowalski, schon seit Jahrzehnten hier im Hause wohnend, und noch älter als ich , rief mich an. U.a. kam er darauf zu sprechen dass ihn eine alte Freundin besucht hätte an dem Tag.
” Und was war die begeistert als sie ins Haus kam. Sie sprach von den frischen Tulpen im Eingang, von dem roten Läufer im Entree, von den Briefkästen mit gutem Unterbau, das wollte ich Ihnen doch mal sagen, wie die Gäste, die hier ins Haus kommen, die Atmosphäre als so angenehm finden”. Und so etwas tut gerade in der heutigen Zeit doch gut. Klar, ich wohne hier im Hause und möchte es für mich und die Mitbewohner einfach angenehm und schön haben.
Am Tage darauf bin ich mit meinem Mitarbeiter nach Meerbusch gefahren. Ich hatte mir meinen Garagenschlüssel von Mohamed wieder zurück erbeten. Und wir fuhren mit einem Lieferwagen nach Meerbusch, die Garage auf und Kaminholz in den Wagen. Seit meinem Auszug lagert dort das Holz, was ich hier ja richtig gut gebrauchen kann. Mittags war der Wagen hier in Oberkassel ausgeladen, das Holz gut untergebracht und der Winter kann kommen. Ihr wisst ja, der Kamin ist mir wichtiger als das Fernsehen, bis auf wenige Ausnahmen abgesehen.
Am Donnerstag hat mich die Traurigkeit richtig vereinnahmt. Ich sah am Abend in einem der Nebenprogramme einen tollen Bericht über Marokko. Ich kannte gerade in Marrakesch so viele Ecken, ich erinnerte mich an meine Wanderungen in die Neustadt um da im Cafe de.la Post mein Frühstück zu haben, um dort Freunde zu treffen. Schon mit Michael war ich vor Jahren mehrmals dort und von Laurent das Haus gesehen und besichtigt, die Märkte waren nicht vor mir sicher.
Und warum was ich anschließend so traurig. Mir wurde so klar, dass ich das in der Form nicht mehr erleben würde da die Reisen dorthin so wie in die anderen Teile der Welt für die nächsten Jahre ? mir nicht mir gelingen würden. Verdammt noch mal, ich will nicht schon in der Vergangenheit leben. Aber ich war nach der Sendung richtig deprimiert nach den Gedanken die mich bewegten. –
Dabei kommt jetzt natürlich die Frage auf – lasse ich mich impfen oder nicht-? Grundsätzlich möchte ich Nein sagen da noch niemand die Spätfolgen erkennen kann. Ich lasse mich schon impfen, Grippeschutz u.a. mehr. In der nächsten Wochen sollen die Probanden angeschrieben werden. Ich denke ich werde dazu gehören. Und was ist wenn Mann oder Frau demnächst nur noch mit Impfpass reisen dürfen? So wie man hört ist das im Gespräch
Und damit komme ich zu dem Thema Ibiza und all der Mist mit dem ich mich jetzt zu befassen habe.
Was ist da los? Also das Grundstück, das an unserem Grundstück angrenzt , wurde erst im Jahre 2012 als Bauland ausgewiesen. Wer was dafür bezahlt hat bei der Verwaltung, da will ich nicht drüber nachdenken.
Und jetzt kommen die Probleme. Der Weg über dieses Grundstück dient schon seit mehr als 30 Jahren als Zufahrt zu unserem Grundstück für die Versorgung. Abwasser durch die Tankwagen, Abfahrt der Garten- und Bauabfälle, für den hoffentlich nicht eintretenden Fall von Feuer die einzige Zufahrt auf das Gelände. Dieser Weg ist von dem neuen Eigentümer durch Ketten zugesperrt.
Ich habe als Präsident für meine Gemeinschaft in Anbetracht der jahrzehntelangen Nutzung die Eintragung des Wegerechtes verlangt und über meinen Anwalt eingeleitet. Das würde dem Käufer, darf ich es sagen, einem rheinischen Proll, natürlich Fläche entziehen. Und er wehrt sich – aber ich habe für den 4. April die Anhörung vor dem Gericht auf Ibiza.
Jetzt kommt es aber diese Woche zum Eklat – die Leute machen das Grundstück für die anstehende Bebauung fertig. Ein weiterer Streitpunkt ist die Grundstücksgrenze zu unserem Grundstück. Rechtlich kann der Neubau nur mit dem Abstand von drei Metern von unserem Grundstück durchgeführt werden. Aussage des Käufers ” dann kann ich das Grundstück nicht bebauen”. Meine Aussage ” dann hättest Du das nicht kaufen müssen”.
Ha ha, das werden wir doch sehen sagt “new money” und lässt in der Woche die wunderschöne Sabina, geschützt lt. Gesetz, absägen, denn sie stand direkt in der drei Meter Entfernung zu unserem Grundstück und zeigte genau an, wie weit gebaut werden durfte. Und das störte den Bauherrn.
Und was habe ich ein Glück gute Freunde dort zu haben. Ich wurde sofort informiert, durch Fotos und Videos von diesem Vorgang. Was hatte und habe ich eine Wut auf dieses arrogante Auftreten. Kein Versuch eines Gespräches. So wie bei den meisten der derzeitigen Baustellen.
Aber nicht mit mir. Ich habe mich sofort an die Maschine gesetzt und unserem Anwalt und allen Beteiligen in der Urbanisation geschrieben. Ich habe gebeten sofort den Bauherrn wegen der Sabina anzuzeigen. Glücklicherweise habe ich sehr gute Fotos von dem Baum, der nun als Müll da vor sich hin rottet.
Dann habe ich den Anwalt gebeten, die drei Meter Grundstücksgrenze gerichtlich durchzusetzen. Das ist Gesetz und da werde ich ganz rabiat. Wenn mein Anwalt, eigentlich ganz in Ordnung, aber auch sehr gemütlich als Ibizenko, nicht mit Nachdruck arbeitet werde ich ihm einen jungen Nachwuchsanwalt zur Seite stellen. Das könnte wirken. Ich habe verlangt , dass, wenn es in Ibiza in der gewohnten langsamen Weise weiter geht, er das Verfahren nach Palma oder sogar nach Madrid weiter bringt. Da sind die Verbindungen nicht so eng wie vor Ort.
Ich habe meinen Miteigentümern und auch mir selbst gegenüber die Verantwortung, hier mit Nachdruck das Recht zu bemühen.
Ich hatte vor Ende des Monats für drei Wochen auf die Insel zu fliegen. Heute hörte ich wie hoch die Infektionen dort inzwischen sind, höher als auf Mallorca. Das werde ich mir aber nicht antuen, denn ich möchte dort nicht ins Krankenhaus, in dem jetzt Paco, mein Freund, nach einem schweren Verkehrsunfall liegt. –
So der Frust ist mal abgeschrieben, jetzt noch mal etwas zur Entspannung. 🙂
Wie Ihr wisst gebe ich aus meinem übervollen Haushalt über eBay oder meinen Blog Dinge ab, die anderen Menschen vielleicht Freude machen und mir Luft im Haus verschaffen.
Und Ihr glaubt es nicht was man dabei für nette Leute kennen lernt.
Heute schrieb mir Agi aus Hamburg “Hallo Manfred, die entzückende Lampe ist gut angekommen. Danke noch mal”. Oder ein Sammler hat mit mir beraten über den mehrarmigen Kerzenleuchter. Da ich niemanden in die Wohnung lasse hatte ich einen kleinen Tisch im Treppenhaus mit den Leuchtern dekoriert. Nach einem netten Gespräch zog er mit den schweren Leuchtern unter dem Arm ab ohne zu handeln. Auch ein liebenswerter Zug.
Und jetzt mal richtig für die Lachmuskeln. Mein Freund Dieter und seine Frau besuchen auch meinen Blog und haben gut eingekauft inzwischen. Die Teile sind recht gross und ich werde sie bei freier Straße nach Berlin mit dem Wagen mitnehmen. Nun wollte ich Berlin eine Freude machen und packte ein Paket ein in dem u.a Messerbänkchen waren. Freude in Berlin da ich Dieter auch die geliebte Blutwurst im Glas eingepackt hatte. Wir telefonierten wie häufiger, aber da kommt eine Nachricht über die Leitung wo denn der 6. Hund sei. ? Die Messerbänkchen stellten kleine Hunde dar. Ich war platt. Wir hatten doch sechs eingepackt oder vielleicht waren es nur 5?
Mit Verena habe ich gesprochen die mit mir das Päckchen gepackt hatte. Sie konnte sich nicht erinnern ob es 5 oder 6 waren. Ich meinen Bestand durchgesehen. Nix zu finden. Ich schrieb Dieter er solle doch mal im “Tierheim” anrufen. Und jetzt kommt es – der 6. kleine Kerl war noch als Baumschmuck nicht abgeräumt. Wozu man Messerbänkchen alles einsetzen kann?
Ich könnte da noch kleine Dinge liefern, die mein Programm kennen wissen was ich meine. –
Und zum Schluss noch etwas über das wir alle nachdenken sollten.
Meine Freundin Elke, die als Juristin auch die letzten Monate viel zu arbeiten hatte, war gestern bei mir zu Besuch. Wir hatten uns wohl zuletzt im Mai l.J. gesehen – zwei oder dreimal im Jahr gingen wir lecker beim Italiener essen. Und das ist nun mal vorbei. Also haben wir uns zusammen telefoniert, uns hier bei mir getroffen gestern Abend und was haben wir erzählt, und erzählt.
Zuerst schön Kaffee getrunken, etwas auf Abstand, und dann vor dem Kamin – den ich nicht anmachte – lange Zeit erzählt. Wir haben gemeinsame Bekannte, wir haben auch die Probleme im Ausland mit dem Eigentum, sie hat ihr zweites Zuhause in Perugia, da steht auch ihr kleiner Fiat in der Tiefgarage die nun renoviert werden soll. Auch Elke hat dort Freunde die helfen den Kleinen zu retten und in Sicherheit zu bringen.
Und sie und ich sind damit beschäftigt die Keller aufzuräumen, und immer wieder müssen Entscheidungen getroffen werden ” wohin damit”?
Ich fand kürzlich eine Mappe mit uralten Partituren , teilweise in Blattform, für Klavier. Wer spielt denn heute noch Klavier.? Ich musste als Schüler in den Klavierunterricht, erinnere ich mich als wenn es gestern gewesen wäre. Aber meine Hände waren wohl mehr dazu geeignet den Stier auf der Weide zu bändigen als das Klavier zu schönen Tönen zu verführen.
Also wer “Dörfleins Abendläuten” die Idylle für das Pianoforte , komponiert von Theodor Oesten haben möchte – scheut Euch nicht.
Und all die Arbeit, die hier getan werden möchte , habe ich auf morgen vertröstet. Allen Freundinnen und Freunden einen ganz schönen Sonntagabend.
Manfred




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