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Was für ein Tag, Freitag 09.07.
Guten Morgen aus dem trüben Oberkassel.
Ich hatte schon meinen letzten Blog fertig als ich am letzten Freitag, also in der zu Ende gehenden Woche , erfahren musste wie schnell es passieren kann dass Mann auf und davon fliegen kann.
Was war passiert.? Es war Freitagmorgen, ich freute mich langsam auf das Wochenende nach wieder einen vollen Arbeitswoche. Wieder wird ein Mietvertrag aufgegeben, neue Mieter stehen schon zur Besichtigung bereit, aber immer alles mit Zeit- und Arbeitseinsatz. Kann ich mit umgehen, dachte ich, und begann mein Programm. Nach einem ruhigen Frühstück ohne das Hallo und Zeitung u. Brötchen durch Verena, sie durchläuft im Moment einen sehr schweren Kurs und ist morgens schon früh mit dem Rad unterwegs, machte ich meinen Programmablauf fertig,
Mit meinen Mietern im Geschäft wollte ich kurz sprechen da ich dem Geschäft und seinen so fleißigen Betreibern zum
3 jährigen Bestehens über die Presse eine Gratulation schenken wollte. Wir haben uns kurz besprochen und ich bin los zur täglichen Runde, über die Bank zum dem tollen Blumengeschäft Pure hier auf der Luegallee um einen Blumenstrauss zusammenstellen zu lassen. Alles hinbekommen, zurück ins Büro, einige Dinge abgearbeitet, mich dann mit dem Leergut befasst was ich endlich mal einlösen wollte.
Runter auf die Straße., sehe meine Tochter über die Straße auf mich zukommen und mir geht im wahrsten Sinne des Wortes der Atem weg. Ich kann überhaupt nicht mehr Luft holen und mir wird total schwindelig. Mein Geschäft sieht mich zusammenbrechen, ich versuche mich an einem geparkten PKW festzuhalten und dann weiss ich nur noch dass mir ein Glas Wasser gereicht wurde, und sich offenbar dadurch der Atemweg wieder leicht öffnete.
Inzwischen hatten meine Freunde im Geschäft den Notarztwagen gerufen und ich wurde verfrachtet und in die Notaufnahme ins Heerdter Krankenhaus gefahren. Ich hatte glücklicherweise wie immer meine Karte der Krankenkasse bei mir .Während der Fahrt wurden meine Daten aufgenommen, und im Krankenhaus angekommen wurde ich sofort in einen Untersuchungszyklus eingebunden. Wirklich so, dass ich dann dachte wie gut es doch in Deutschland in dieser Richtung alles läuft. Bei all diesen Vorgängen kam ich nicht mit Covid in Berührung. Gar kein Hinweis.
Der Arzt, der mich intensiv besuchte war Ausländer, sehr sachlich aber mit wenig Charme. Ich wurde dann nach der ersten körperlichen intensiven Untersuchung in einen Rollwagen verfrachtet und durch das halbe Krankenhaus gefahren, und zwar zu einer riesigen neuen Maschine, die mich bezügl. Kopf intensiv vornahm. Ich sprach mit der Schwester die mich in dieser Maschine hin und her bewegte und sie bestätigte das tolle neue Modell. Ohne den üblichen Krach den sonst so ein Monstrum macht.
Zurück in die Notaufnahme. Dort wurde ich erst mit mir alleine gelassen. Inzwischen kam eine sehr freundliche junge Schwester die mich telefonisch mit meiner Tochter verband die überhaupt nicht wusste wohin man mich gebracht hatte. Da war sie dann beruhigt und ich wartete weiter auf das was passieren sollte.
Nach etwa einer Stunde kam dann der Arzt wieder auf mich zu und sagte er müsse mich weiter in das Marienkrankenhaus nach Düsseldorf bringen lassen da er dringend noch eine neurologische Untersuchung benötigte, die aber das Heerdter Krankenhaus nicht durchführen könne. Ja , der nächste freie Wagen würde mich dann in die Notaufnahme nach Düsseldorf bringen.
Und wieder warten. Und dann kam der Wagen. Ab nach Düsseldorf. An meinem Haus vorbei, über den Rhein in die Stadt Düsseldorf. Notaufnahme – na dazu keine weitere Aussage wie es da aussah.
Mir wurden erneut meine Daten abgenommen. Gott sei Dank stimmten auch hier die Eckdaten und nach einer weiteren Wartepause kam der behandelnde Arzt, diesmal ein deutscher Arzt , und stellte mich noch einmal wirklich auf den Kopf. Eine intensive Beobachtung meiner Bewegungen, so fast eine halbe Stunde, dann war er auf und davon um seinen Bericht zu fertigen.
Nach einer Zeit dann kam er und bestätigte mir dass ich ungewöhnlich gut reagiere wenn man mein Alter ansehe. Er hatte einen schriftlichen Bericht dabei den ich dann – wieder die Rückfahrt zum Heerdter Krankenhaus – dort abgeben solle.
Es war inzwischen so um die 21 Uhr und ich wieder im Krankenwagen an meinem Haus vorbei in Richtung Heerdter Krankenhaus. Warum ist denn die Luegallee gerade an den Bahnhaltestellen so voll fragte ich den Fahrer.? Heute machen die Diskos auf war seine Antwort. Also weiter.
In der Notaufnahme erneut angekommen musste ich mich wieder gedulden. Dann kam der Arzt der mich schon bei der ersten Untersuchung betreut hatte, und gab mir die Nachricht dass ich körperlich fit sei, dass es sich offensichtlich bei meinem Zusammenbruch um eine Stressreaktion gehandelt habe. Er bietet mir an über Nacht im Krankenhaus zu bleiben, was ich schriftlich ablehnen musste.
Und was war das Ergebnis dieser Hin-und Her Touren im Krankenwagen ? Kurze Überlegung – Taxe nach Hause oder? Und ich entschied mich – in Sichtweite kam die Bahn die vor meiner Haustüre in Oberkassel hält. Ich gespurtet, rein in den Wagen mit Kartenschalter , Euro 2.90 in den Automat und ich bin dann gegen 23 Uhr zu Hause gelandet. Meine Tochter ganz happy und ich ebenfalls ,denn, wenn der Tag auch sehr stressig anfing, jetzt habe ich das Ergebnis – körperlich bin ich für mein Alter total fit – so die Aussage derer die mich unabhängig voneinander intensiv untersucht haben.
Der Stress ist der Umstand der mich warnt aufzupassen. Aber der Wille ist da bei mir – aber die letzte Unterschrift bleibt bei mir.
Schönen Sonntag und ein spannendes Spiel heute Abend.
Manfred




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