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Sonntag
Ich werde ab heute mal so zwischendurch etwas schreiben damit es am Wochenende nicht eine ganze Woche betrifft – bei meinem Leben vielleicht ab und zu etwas unübersichtlich.
Meiner Tochter hatte ich heute Morgen versprochen den Tag zu genießen und das Homeoffice mal geschlossen zu lassen. Damit hat sie aber sicherlich nur die dienstlichen Belange gemeint die mich eigentlich täglich umhertreiben. Aber meine Gedanken zu diesem Sonntag mal sortieren und festzuhalten, das darf ich sicher und mache es hiermit auch.
Wie überall verkündet wurde die Nacht kälter, als ich am Morgen wach wurde, na kein Blick, meine großen Fensterscheiben, durch die ich meist morgens den Sonnenaufgang oder die Regenschauer sehe, waren blind. Ja, der Schnee und der Eisregen hatten sie zugedeckt. Und als ich durch die Wohnung ging, alle meine Lichter anmachte, wie schön lag die Straße von oben gesehen vor mir. Kein Verkehr, alles weiß , totale friedvolle Stimmung. Ich fühlte mich hier oben heute Morgen so sicher wie in einer Höhle, rundum alles so angenehm. Und als ich dann noch von unten die Nachricht bekam meine Zeitung läge vor der Türe bei mir – hola da konnte der Sonntagmorgen beginnen.
Der Frühstückstisch mit schönem Porzellan eingedeckt, eigentlich wechsle ich immer wieder je nach Laune am Morgen das Geschirr, der Kaffee lief durch und ich fing an zu genießen. Und dann kamen so Gedanken die wir Ältere ab und zu mal haben dürfen.
Auf dem Tisch lag eine Ananas. Aus Honduras. Lecker anzusehen – und dann dachte ich an den Preis für den Erzeuger und für mich als Verbraucher. Wie kann ein solches gut gereiftes Stück bei Rewe für
0,98 Euro verkauft werden? Ich denke dann an den Erzeuger, an den weiten Transport und an den Handel hier. Nachdenklich habe ich das gute Stück mit diesen Gedanken angeschnitten.
Und als ich dann die Zeitung vor der Tür abholte lag eine Kiwi als Vitaminbeigabe auf dem Blatt zum Sonntag. Auch da wird in der kommenden Woche wieder eine Menge auf den Markt kommen. Für wenig Geld. Und wenn ich mich an Neuseeland erinnere wie diese Dinge aufwuchsen um dann geerntet zu uns zu kommen – auch für wenig Geld für den Verbraucher. Und als ich ich in der Woche meinen Einkauf machte – mein Gott – da lag der Spargel aus Peru für auch wieder so gut wie nichts.
Und das nennen wir dann Globalisierung? Und die Menschen auf der anderen Seite der Welt müssen produzieren damit sie überhaupt überleben können. Und dann denke ich etwas mit Scham was ich da wieder auf dem Tisch habe. Aber es ist eben alles so lecker und daher immer wieder die Versuchung.
Übrigens las ich heute in der Presse dass das Wetter was wir wohl zu erwarten haben schon einmal zu Beginn des 14. Jahrhunderts hier vermerkt wurde. Eine längere warme ja heiße Periode die dann in einer eisigen Zeit ihr Ende fand.
Jetzt mache ich mal ein Ende mit meiner Notiz zum Sonntag. Die Waschmaschine läuft noch denn Ulla kommt morgen und wird wieder fleißig meine Sammlungen abstauben und den Haushalt wieder so auf die Spitze bringen dass ich gut die nächste Woche überstehen kann.
Und was ich heute noch gelernt habe – nach dem Waschgang sollte man Trommel und Waschmittelschublade mindestens eine Stunde lang offen stehen lassen. Wie konnte ich ohne diese Erkenntnis nur die letzten 60 Jahre an eine weiße Wäsche kommen.?
Jetzt mache ich für den Sonntag mal Schluss am Gerät. Bei diesem Wetter mache ich jetzt schon, also gegen 16 Uhr den Kamin an und werde lesen bis mich der Hunger darin erinnert ,dass es eine Kleinigkeit zum Abendessen geben muss. Der Fernseher wird mich heute Abend unterhalten. Das habe ich mir schon gesichert. Hoffe es geht Euch so gut wie mir heute.
Manfred




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