Standard
Mir fehlt ein Betreff für
diese so unruhige Zeit – gut dass meine Freunde, die mich in den letzten Monaten verlassen haben, diese Zeit nicht mehr erleben
Nachdem ich dieses Osterfest ganz anders verbracht habe als ich es mir gewünscht habe nehme ich mir heute einmal die Zeit ein paar Gedanken niederzuschreiben die mich in den Tagen über die Osterwoche beschäftigt haben.
Das Durcheinander und die schlechte Organisation von allem Seiten hat mir ja meinen Flug nach Ibiza zunichte gemacht. Alles hatte ich von meiner Seite aus organisiert, zum 4. Mal war ich negativ aus der Prüfung erfolgreich aufgetaucht, doch, es sollte mich mein Flieger nicht mitnehmen da ich ein paar Minuten zu spät auf der Insel gelandet wäre. Niemand hat mich im Vorfeld darauf aufmerksam gemacht dass Negativ alleine nicht genug sei.
Nach dem Hin und Her am Flugschalter habe ich trotz Karfreitag versucht noch das Labor zu erreichen. Die Mädels dort arbeiteten, die Chefs waren aber nicht zu erreichen. Die Unruhe an allen Schaltern war bemerkenswert, aber ich musste trotz eines mit Mobil übermittelten Schreibens abziehen da das Ziehen der Probe zu früh erfolgt war. Ich war total down denn ich hatte mich so auf meine Freunde auf der Insel gefreut, hatte Termine beim Anwalt und vor allem Lust nach Monaten am Strand mal einen Kaffee zu trinken.
Also mit dem Gepäck zurück nach Hause , Karfreitag war für mich gelaufen.
Am Karsamstag wurde es etwas besser. Als ich aber dann am Nachmittag die Presse durchlas wurde die Stimmung wieder sehr gedämpft. Ich las dass aktuell in Meck Pom in Alt Tellin in der größten Schweinezuchtanlage in 18 Ställen dieser “Ferkelfabrik” mehr als 55.000 Tiere verbrannt sind. Und das bewegte mich umso mehr weil ich ja in meiner Praxiszeit viel mit Muttersauen und den Kleinen gearbeitet habe. Da herrschten immer noch auf den Bauernhöfen wenn man so will normale Zuchtverhältnisse. Die Sau hatte Platz ihre Ferkel in Ruhe säugen zu können , sie konnte sich in ihrem Stall so gut es ging noch bewegen. Und die Kleinen sind ja wie junge Hunde, spielerisch, toben um die Alte, aber wie soll das in solch einer Fabrik möglich sein.
Und diese Schweinefabrik besteht seit zehn Jahren. Da sollten sich die Grünen mal vorstellen und nicht ihr Programm so ausrichten dass wir demnächst noch mehr an Freiheiten einzubüßen haben.
Und so bereitete ich mich mit wenig Freude auf die Ostertage vor. Alleine die liebe Post von allen Seiten, oft verbunden mit dem Bedauern dass ich nicht auf die Insel kommen könne, versorgte mich im Moment mit etwas besserer Laune.
Bis zum Abend. Da wurde ich wieder mit den bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Burma konfrontiert. Ich kenne vor allem die Grenzregionen zwischen Thailand und Burma wo ich einige Jahre den Menschen in den Lagern versucht habe zu helfen. Die mich länger kennen wissen dass ich oft mit zehn und mehr “Türkenkoffern” nach ChiangMai geflogen bin, dort wartete ein Fahrer auf mich und wir sind in die Lager im Grenzgebiet zu Burma gefahren. Vor allem dem Volk der Karen habe ich helfen können die seinerzeit wollten dass ich dort bleiben sollte um ihnen mit der gerade beginnenden Zeit des Internets zu helfen. Nein, das war nicht meine Lebensbasis aber drei Jugendlichen habe ich die schulische Ausbildung ermöglicht, bin 2x im Jahr dorthin und habe dann eine Zeit mit der Schule gearbeitet. Niemals werde ich vergessen als der Älteste an der Uni dort seine Ausbildung beendet hatte. Ich war der einzige europäische Gast bei der Abschlussfeier, die meisten Schüler mit Abschluss waren junge Inder deren Eltern das bunte Bild bei der großen Abschlussfeier abrundeten. Und jetzt werden sich die Grenzregionen den Burmesen im Kampf gegen den Diktator anschließen. So habe ich gehört.
Und die Welt schaut zu. Frau van der Leyen besucht den Herrscher der Türkei der alles andere als frei regiert. Was ein Geschacher in der Politik.-
Ostersonntag habe ich dann mit meiner Tochter und unserem so lieben Lumi, dem jungen Hund aus Griechenland verbracht. Nach gemütlichem Frühstück dann ein langer Spaziergang am Rhein entlang, viel Luft getankt, von Regen, Schnee und Hagel hörten wir bis dahin nur, das hat sich aber inzwischen doch sehr geändert.
Abends freute ich mich auf das Traumschiff, das nach Ansage auf die Malediven aufbrechen sollte und da die Story loslassen sollte. Was war das eine langweilige Vorstellung. Von den Malediven kaum etwas zu sehen, Schauspieler die überhaupt keinem Vergleich zu den Besatzungen der Vorjahre bringen konnten. Einfach nur Gähn. Und dann bekam ich ein so schönes Geschenk am Ostermontag zur nachmittaglichen Sendezeit. Zu der Zeit sehe ich normalerweise gar kein Fernsehen, aber Ostermontag kam Mohamed nach seiner Reise aus München zurück und wir wollten uns über das bisherige Ostern unterhalten.
Und dann kam mein Geschenk ?? Am Nachmittag lief eine Sendung Traumschiff – Richtung Kambodscha. Und Ihr wisst vielleicht meine letzte Reise vor Corona ging mit meinen Freunden über Vietnam nach Kambodscha. Diese Tempel und das Land selbst waren das Erlebnis, das ich niemals vergessen werde. Der tolle Reiseleiter, mit dem wir in diesem Jahr wieder loslegen wollten, hatte alles so gut organisiert. Wir saßen noch vor Sonnenaufgang am Wasser das den riesigen Tempel umgibt. Im Dunkeln, und gaaanz langsam kam der Tag und die Tempelanlage erst mal als Kontur aus dem Dunkel. Atemlos verfolgten wir dieses Schauspiel . Ich denke wir saßen da mehr als zwei Stunden ehe wir dann mit Ruhe durch die größte Tempelanlage der Welt wanderten.
Andre und Katrin und Manfred, also ich , baten den Reiseleiter um Erlaubnis , dass wir uns einen Hubschrauber mieten dürfen um über das Gebiet fliegen zu können. Wir durften 🙂 Und in der Sendung des Traumschiffes wurde dieser Flug ähnlich zwar ohne Gäste über der Anlage durchgeführt. Könnt Ihr Euch vorstellen, ich auf dem Sofa in Düsseldorf durfte alle diese Ecken noch einmal erleben ohne dass ich mich einen Moment langweilte. Diese Sendung war das Geschenk, das mir der Osterhase am Ostermontag nach Hause brachte. Und wenn ich das vergleichen würde mit der Sendung neu müsste ich bei neu sofort den Ausknopf drücken. Nicht nur meine Meinung sondern laut Presse schlechte Kritik überall. –
Jetzt noch mal ein paar Gedanken zum täglichen Ablauf. Inzwischen bin ich ja bei eBay eingestiegen und habe meine Dinge ja auch auf www.jungbluth-lifestyle.de eingestellt. Und Ihr glaubt nicht, aus meinem Bestand geht im Laufe der Woche die erste Ware mit einem Transport an einen Deutschen nach Bulgarien. Und einige Dinge warten nur auf den Transport, ich habe so viele Dinge die ich einfach mal abgeben möchte. In absehbarer Zeit werde ich auch in Berlin mal richtig ausräumen, Hotelsilber, gutes Porzellan, und beim Abgeben würde mir die Öffnung der Märkte helfen. Aber da werden wir noch warten müssen.
Und zum Abschluss noch einige Daten die ich gerade für meine Freunde auf Ibiza aufzeigen möchte:
Gestern Nachmittag hat mich meine Tochter gedrängt nicht auch noch den Rückflug von Ibiza nach Düsseldorf verfallen zu lassen. Wie sollte das gehen? Sie hat mit Eurowings telefoniert und erfahren : der für Freitag anstehende Rückflug kann in einen zukünftigen Hinflug umgewandelt werden. Und da haben wir losgelegt. Das war nicht so einfach denn wir mussten ja dann auch einen passenden Rückflug finden der hier in meinen Kalender passt. Mit PC, mit Kalender , mit all den Passwörtern, vier Hände waren dazu notwendig denn es gibt immer wieder neue Anforderungen. Für meine Barclays musste eine App eingerichtet werden damit die Zahlungen auch ungefährdet geleistet werden konnten.
Etwas außer Atem hatten wir nach einer Stunde alles gepackt:
Manfred fliegt am 08.05. 2021 direkt nach Ibiza und landet dort um 18 Uhr mit Eurowings. Und ich bin dann 2x geimpft.
Rückflug 21.05. 2021 Ibiza – Düsseldorf direkt.
Und was freue ich mich auf meine Freunde dort, auf meine Wohnung und auf den Strand. Ich hoffe Ihr könnt mich verstehen.
Aber bis dahin ist noch viel zu tun. In diesem Sinne aus dem Schnee in Oberkassel sagt
Manfred tschüss.




Leave a reply