Standard
Einen guten Sonntagmorgen
nach einer unbeschreiblichen Woche voller Stress.
Will ich mal nicht kokettieren – morgen gehe ich nun stramm in die 80er und denke mir oft schon beim Wachwerden was danke ich meinen Genen und meinen Freunden , dass ich in diesem Alter noch so fit bin obwohl ich in der vergangenen Woche schon mal in der Nacht wach wurde und mich fragte ” wie soll das eigentlich so weiter gehen”. Nicht nur die Pandemie verlangt ein totales Umdenken bei den Arbeitsabläufen, die in Teilen überhaupt nicht mehr vergleichbar sind wie die Arbeiten, die noch vor zwei Jahren reibungslos laufen konnten.
Meist jedenfalls.
Was machen all die Menschen, die nicht so mit dem Internet hantieren können, was machen meine Freunde, die in der Regel ihre Autos abgeschafft haben und quasi unbeweglich vor Ort sind? Von all denen habe ich solche im Freundeskreis – und was bleibt mir übrig ? Ich fahre heute Nachmittag nach Köln und hoffe sie wenigstens auf dem Markt in Nippes zu treffen. Zum kurzen Quatschen ohne Kaffee und Kuchen – einfach so denn ich weiß nicht ob ich das in den nächsten Wochen noch einmal hinbekomme.
Eigentlich müsste ich jetzt statistische Arbeiten und Mieterkorrespondenz erledigen, aber meine Freunde sollen meinen wöchentlich Blog doch bekommen da ich kaum Zeit habe zu telefonieren.
Die Woche fing eigentlich ganz normal an. Drohender Stress war noch nicht angesagt.
So wurde die Wohnung Erdgeschoss in Zusammenarbeit meiner Tochter mit meiner Maklerin gut abgenommen. Die Mieter, die wegen Corona und zweitem Nachwuchs ein Haus mieten mussten zogen nach einem guten Gespräch mit mir am 29.04. dann endgültig aufs Land in das gemietete Reihenhaus, ein Verlust für mich als Vermieter und für die Hausgemeinschaft als Ganzes.
Am Dienstag musste dann endlich mein Touareg zur Durchsicht und Inspektion. Dieses Treffen endete damit, dass der BMW dann die Sommerreifen aufgezogen bekam. Alles gut abgelaufen mit einem Abschluss im Gartencenter und Blumenkauf für den immer noch so kühlen Frühling und ein Frühlingsarrangement für den Eingangsbereich meines Hauses hier. Wenn man das Haus betritt soll es sauber und freundlich aussehen.
Am folgenden Tag hatte ich die Lohnabrechnungen für meine Mitarbeiter zu erstellen und den Lohn zu überweisen.
Und dann kam die Wohnungsabnahme von der WE in der zweiten Etage. Ich ließ diese Abnahme wie zwei Tage vorher durchführen, die Einzelheiten der Übernahme durch Nachmieter waren geklärt, Bis dahin schien alles gut zu laufen. Die Nachmieter kamen dann noch am nächsten Tag noch mal zu ersten Aufmessen in die Wohnung und stellten fest, dass der von ihnen übernommene Teppichboden vermottet war was nur zu erkennen war wenn Teile des Bodens aufgenommen wurden. Große Aufregung denn sie wollten wie gestern mit der Renovierung anfangen. Und es prasselte auf mich runter. Gedacht war einen für mich reibungslosen Übergang, stattdessen stand ich vor der Herausforderung so schnell wie möglich “Boden raus”. Und das in der heutigen Zeit.
Aber es ist mir gelungen dass mein Mitarbeiter bei der Hausmeisterfirma mit seinem Chef am nächsten Morgen schon auf der Matte stand, mich zu beruhigen versuchte und ………eine Stunde später wurde gerissen und gerissen und abtransportiert. 60 qm vermotteter Teppichboden verließen mein Haus.
Die neuen Mieter, sehr angenehm aus der jüngerer Generation, waren so erfreut dass sie anfangen konnten zu streichen. Und weiter in diesem Ablauf. Dabei stellten sie fest, dass die Elektroanschlüsse der Deckenbeleuchtung bis auf die Diele stillgelegt oder möglicherweise umgelegt worden waren. Also wieder Handwerker ran.
Für das von mir ausgesuchte Parkett und die entsprechende Verlegung fragten wir bei My Hammer an. Und wir erhielten einige Angebote, teilweise in ganz kurzer Zeit. Zur Beantwortung ließ ich mir Zeit. Am Abend ging ich einfach mal so durch eBay da mir das Fernsehen nichts anbieten konnte und ich ab und zu bei eBay Dinge finden kann die für mich interessant sind.
Wo ich aber überhaupt nicht mit rechnete war, dass ich gegen 21 Uhr einen Anbieter aus Bayern fand der genau meine Ware als Block im Angebot hatte. Mit Musteranzeigen der Ware in guter Ausführung. Ich war richtig gebannt und fragte an ob es auch eine Auslieferung nach Düsseldorf geben könnte. Direkt, so gegen 21 Uhr, kam vom Chef der Firma eine Zusage in der Form ,dass die Lieferung nach Zahlung innerhalb von 3-5 Tagen erfolgen könnte. Es folgte nach wenige Minuten ein schriftliches ausführliches Angebot. Ich war richtig platt nicht nur durch den stressigen Tag sondern auch durch die Möglichkeit quasi in der Nacht Parkett zu kaufen und liefern zu lassen.
Direkt am nächsten Morgen hatten wir übe PayPal meiner Tochter, ich habe das nicht, die Ware gezahlt und sofort bekamen wir eine Zahlungsbestätigung und die Lieferzusage. Und was noch für ein gutes Gefühl sorgte war der Umstand- da es sich um eine Blockware handelt von restliche 80 qm- stellte sich der Preis je qm statt wie hier über die Firmen angeboten von 45,– Euro je qm auf 26,– Euro je qm. So etwas hatte ich vor Jahren schon mal bei einem Kauf bei Bauhaus. Und das bei 75 qm Kauf ist schon ein Teil der Verlegung finanziert.
Während ich da quasi am späten Abend mit dem Süden handelte meldete sich ein junger Mann aus Krefeld über mein WhatsUp um sich für die Verlegung des Parketts anzubieten. Dazu habe ich mich aber noch nicht entschlossen. Erst die Ware im Haus und dann geht es weiter.
Am nächsten Tag telefonierte ich länger mit meinem Freund Wolfgang in Berlin , so wie ich Miteigentümer in Berlin in der Behringstr. Da läuft auch mit der Verwaltung einiges schief und er bat mich doch bald einmal rüberzukommen und bei den Überlegungen zu einem möglichen Wechsel mitzuarbeiten.
Und so habe ich mit meiner Tochter ausgehandelt dass ich vom 03.06.- 13.06. nach Berlin fahre um auch endlich dort mal nach Monaten meine Wohnung zu nutzen und bei den Überlegungen zu helfen wie wir an eine neue Verwaltung kommen können.
Durch Zufall kam ich in die Lage, meine Wohnung in Berlin einmal auf ihren aktuellen Wert schätzen zu lassen. Das Ergebnis zeigt die gute Lage, das sehr gut unterhaltene Haus und die Ausstattung der Wohnung an mit ihren rd. 90 qm wird der aktuelle Verkaufswert auf Euro 550.000,– Euro geschätzt. Ein Angebot meine Wohnung auf den Markt zu bringen habe ich vorerst abgelehnt. Die Gemeinschaft im Hause ist seit Jahren zu einem großen Teil freundschaftlich verbunden und so wollen wir erst einmal in der Hoffnung, dass Corona uns endlich wieder frei durch die Stadt laufen lässt und lecker Essen bei Hazienda ect. möglich wird.
Und jetzt kommt der letzte Freitag. Mein Arbeitstag umfasste fast genau 12 Stunden. Morgens ab 9 Uhr kam der Fensterputzer der von morgen, also dem 3. Mai auf Freitag 30. April von meiner Tochter verlegt wurde um mich meinen Geburtstag ungestört durch Arbeiten in der Wohnung genießen zu lassen. Immerhin so 26 Fenster waren zu putzen. Und die Fenster sind ja nicht immer frei. So kam Ulla auch Freitag statt Montag und die beiden arbeiteten Hand in Hand. Gegen 14 Uhr verließ der Fensterputzer, auch ein toller und sorgfältig arbeitender Mann , meine Wohnung und Ulla haute weiter rein und als sie um 18 Uhr das Haus verließ strahlte alles wieder richtig für ein gemütliches Wohnen.
Aber die Woche war ja noch nicht zu Ende
Im Erdgeschoss bat die Mieterin, dass ich doch die Türrahmen streichen lassen möchte. Schon bei der Abnahme durch meine Tochter und Frau Karacic kam dieser Wunsch auf die Tagesordnung. Die beiden von mir Beauftragen lehnten erst einmal diesen Wunsch ab. Ich habe dann persönlich das Gespräch geführt und mir die Türrahmen angesehen. Kleinste Schrammen aber nicht nur da und dort einmal. Ich habe vorgeschlagen, dass die neue Mieterin diese Rahmen streichen lässt und ich dann die Hälfte mit trage. Die Reaktion war gelinde gesagt sehr verhalten. Ich habe bis heute keine Nachricht darüber erhalten. Warten wir ab.
Die neuen Mieter im 2.OG haben gestern schon richtig hart angefangen zu renovieren. Den Rest Untergrund vom Teppichboden abgeschabt. Der liegt jetzt im Eingangsbereich der Wohnung und wird nach einem Gespräch heute Morgen jetzt bei Wochenanfang von Herrn Asani und Kumpel abgefahren. Dann können wir auf das Parkett warten was hoffentlich dann noch diese Woche kommt. Ansonsten wird meine Tochter das managen da ich ab 9. Mai – wie auch immer – nach Ibiza fliegen werde.
Bei all dem Stress bis gestern am späten Nachmittag. Mein Ohrensessel, den ich bei eBay inseriert hatte und der eine Käuferin gefunden hatte. wurde dann gestern mit Hilfe von Mo, dem starken Mann , und mir auf die Straße getragen wurde und dann ging er tatsächlich in einen mit umgeklappten Sitzen wartenden Polo ohne größere Anstrengungen. Noch am Abend bekam ich von der Käuferin eine Nachricht wie glücklich sie mit dem schönen Sessel sei.
Im Ausgleich dazu habe ich mir zum Geburtstag einen tollen Glastisch für meine Sitzgruppe im Obergeschoss vor dem grossen TV gekauft. Wen das interessiert – es handelt sich um den Isamu Noguchi Coffee Table Couchtisch. Es gibt ihn noch zu kaufen und ich habe mich für das schwarze Gestell entschieden.
Und bei Durchsicht von eBay, da habe ich den Tisch nicht gekauft, habe ich im Mustervergleich festgestellt dass ich ungenutzt eine Designerlampe verwahre, die namentlich benannt ist und einen Neupreis von Euro 2.500,- hat. Und so ein “Goldstück” liegt seit Jahren beim Sammler Jungbluth ungenutzt herum. Das wird sich ändern.-
Jetzt strahlt die Sonne über Düsseldorf. Und ich habe mich entschlossen heute Nachmittag mit dem Touareg und Mo nach Köln zu fahren. Ich werde die Freunde in Nippes auf dem Markt mal für eine kurze Pause treffen. Seit Monaten nicht gesehen, und dann bin ich wieder für lange Zeit nicht im Rheinland und wie dann in meinem Alter nicht scherzweise gesagt, wer weiß ob es vielleicht das letzte Mal ist. Und der Stress hier im Hause ist noch lange nicht vorbei. Am 15. Mai ist der nächste Wohnungswechsel und der vorerst letzte Wechsel wird zum
01. Juni sein. Da zeichnen sich auch heute schon Probleme ab die es aufzufangen gilt.
Und zum Schluss ein Dankeschön an Bernd Singelmann und seine Frau Renate die mich gestern aufzumuntern versuchten mit den Worten ” Mensch Manfred, komm auf die Insel. Wir haben gutes Wetter, die Lokale haben bis zum frühen Abend auf, wir wandern mit den Freunde über die Insel, es ist einfach super hier Komm so schnell wie möglich, wir alle warten auf Dich “. Den Tenor bekomme ich nun täglich und ich freue mich jeden Tag mehr hier aus dem gefordert werden raus zu kommen. Das ist auf der Insel nicht anders, geht mir aber nicht so unter die Haut.
Jetzt mache ich Schluss mit dem Blog. Ich freue mich so auf die Tour nach Köln. Ohne Kaffee ,da alles auch nachmittags geschlossen hat, aber ich freue mich auf Robert, auf Christian und auf Uwe, einfach mal ein wenig Zeit füreinander zu haben und dann wieder zurück nach Düsseldorf. Warten wir mal ab wie mich der morgige Tag begrüßt.
Alles Liebe für meine Freunde und bis bald
Manfred




Leave a reply