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Sorry, keine Zeit für Blog…
Na also, geht doch, muss einfach gehen – so eine Zeit für ein paar private Zeilen habe ich mir jetzt einfach genommen.
Die vergangenen Tage haben mich viel Kraft gekostet und ich habe mir einige Maßnahmen einfallen lassen damit ich mal eine Zeitlang ohne Handy oder Haustürklingel arbeiten kann.
Zurück zu meiner kurzen Zeit auf Ibiza. Auch wenn es sehr hart klingt, das Leben und vor allem das Arbeiten in Can Furnet gleich nun mehr einem Haufen chaotischer Baustellen als dem ursprünglichen wunderschönen Lebensraum mit Ruhe außer im August , wo rund ums Mittelmeer nur morgens Ruhe herrscht wenn die Nachtausflügler ihren Rausch ausschlafen.
Diese Zeiten sind nun endgültig vorbei obwohl weiter meine Freunde kommen da sie morgens nach dem Frühstück das Haus verlassen um die Zeit des Lärms am Strand zu verbringen. Die Urbanisation macht bei den Bauarbeiten keine Sommerpause im Juli und August angeblich wegen Corona. Warum kann Roca Llisa diese Fristen – ausführlich protokolliert – einhalten. ?
Ich sage es mal ganz einfach. Der überwiegend deutsche Investor will sein Geld unterbringen. Und wenn der Rohbau steht wird nach Käufern gesucht. Und diese Käufer sind nicht so ohne weiteres lieferbar. Wer so viel Geld ausgeben soll muss sicher sein dass es sich lohnt. Und wenn dann so ein Haus wie unser Haus sich gegen diese rabiaten Vorgehen wehrt , wehe ,dann wird es unruhig.
Damit bin ich dann kurz zu meiner Zeit auf Ibiza. Nur meine Freunde dort halten mich, wenn es geht, positiv für die Arbeiten dort gestimmt. Ohne die teils 30 Jahre andauernden Freundschaften würde ich keine Lust mehr haben auf die Insel zu fliegen.
So kam ich Ende Juni mit meinen 20 kg leeren Marmeladengläsern auf der Insel an. Lieb empfangen von Renate und Bernd zum kleinen Abendessen auf der Terrasse setzte dann mein einwöchentliches Marathon an.
Kurze Gespräche mit meinen spanischen Miteigentümern die mir von einem Besuch im Bauamt berichteten, wo sie aber eigentlich nicht weiter kamen da tiefe Einblicke in Planung und Ausführung nur einem von mir als Präsident beauftragten Anwalt gewährt werden. Und schon ging das Rennen um Termin ect los da ich ja bald schon wieder den Heimflug hatte.
Dank der jahrelangen guten Zusammenarbeit mit unserer Verwaltung Siesta, speziell mit der Leitung, schafften wir einen unglaublichen Terminritt. Wegen der Dringlichkeit brauchten wir einen kurzfristigen Notartermin. Dort sollte dann die Vollmacht für den neuen Anwalt ausgestellt werden, für die meine Daten gebracht wurden. Dienstag telefoniert und ich saß Mittwoch um 10 Uhr im Büro des Notars mit allen meinen Ausweisunterlagen. Es war voll dort, aber gegen 11 Uhr war ich fertig und zog los um mich mit Freunden in Eularia zum Mittagessen zu treffen. Da konnte ich dann Luft holen und auch Luft ablassen. Im Naranja gab es super und dabei bezahlbares Essen im wunderschönen Garten.
Am Donnerstag traf ich Jenny zum Kaffee in der Stadt. Mal so ganz kurz. Aber sie wäre so traurig wenn ich das nicht hinbekäme. Und das war mein einziger Ausflug in die Stadt, für eine Stunde, und für den Strand fand ich überhaupt keine Zeit.
Morgens gegen 8 Uhr kommen die Bauarbeiter, sehr freundliche Schwarzafrikaner. die dann anfangen mit der Ausführung der Pläne die der Vorarbeiter in kurzen Zügen erklärt hat. Der riesige Baukran, ich sehe aus meinem Fenster auf drei Krananlagen, fängt an die Betonkübel an die Straße zu transportieren, wo der große Betonmischwagen steht und entleert wird. Alles ist zu ertragen wenn diese Stelle in Berlin. London oder New York liegen würde und nicht in dem ursprünglich so super schönem und ruhigen Can Furnet. Die schmalen Straßen sind jetzt mit 24 t Ladegewicht freigezeichnet.
Die Bürgersteige sind so mitgenommen und die Frage stelle ich mir wer das bezahlen soll. ? Unser Fundament hat inzwischen Risse bekommen durch das permanente Fahren dieser schweren Transporter bis rauf auf die Spitze.
Meine spanischen Miteigentümer haben eine Lösung gefunden: Morgens bleiben bis 10 Uhr die Rollos geschlossen, dann ab an den Strand und wenn sie am Abend zurück sind ein freundliches Hallo aus dem Fenster, wo dann die großen Badelaken zum Trocknen hängen was mich dann besonders glücklich macht. .
Durch meine Vollmacht ermächtigt ist der neue wohl sehr aktive Anwalt schon tätig geworden. Es sollen schon Kontrolltrupps auf dem Grundstück , jetzt geteilt in zwei Grundstücke,, von der Baubehörde und der Polizei dort gearbeitet haben seit ich abgeflogen bin.
Nach knapp einer vollen Arbeitswoche bin ich dann zurück nach Düsseldorf. Lieb empfangen von meiner Tochter und von meinem Freund und von Lumi , wo ich dann aber in der Nacht zum Sonntag einen leichten Schwächeanfall zu überstehen hatte.
Und das war der Moment wo ich mir gesagt habe – so geht es einfach nicht weiter. Und es geht weiter aber in abgeschwächter Form. Hier in Düsseldorf ändern sich auch die Verhältnisse. Die nächste Familie hat gekündigt, sie wird wie die bereits ausgezogenen Mieter ins Umland ziehen. Alle mieten sich ein Reihenhaus in dem das Kind dann ein eigenes Zimmer hat, die Eltern können im Home-Office arbeiten und Schule und Kindergarten liegen um die Ecke.
Meine neuen Mieter sind total angenehm und jung und planen ihr Leben in diesem wunderschönen Oberkassel. Wenn aber dann die Zeit kommt mit der Fragen Kind ja oder nein? Spätestens dann fliegen wieder die neuen Vögel ins Haus. So ändern sich die Zeiten und wer weiß dann was uns nach der Wahl erwartet.
Noch zum Schluss ein paar kurze Bemerkungen. Hier gibt es fußläufig das Cafe de France. Inzwischen von mir sehr geliebt weil man dort auch so herrlichen Speckpfannenkuchen bekommt . Man kann wunderschön draußen sitzen, nicht so direkt an den Fußgängern. Da trinkt Verena morgens nach dem Rundgang mit Lumi einen leckeren Kaffee, und wir waren nach meiner Rückkehr dort mittags essen. Was hatte ich mir angezogen? auf Ibiza ganz hip. mein zurückhaltendes Hawaii-Hemd das mir Jenny auf Ibiza zum Geburtstag geschenkt hatte. Ja, Ibiza trägt jetzt Hawaii und das habe ich hier eingeführt.
Und gestern Abend habe ich einen Freund dorthin eingeladen. Ja, was für eine gute Stimmung, Oberkassel ist eben nicht Düsseldorf.. Und es wurde gelacht, getrunken und viel geschwätzt. Und wir haben es so genossen mit in diese gute Stimmung mit eingebunden zu werden. Und als ich dann zu Hause noch den Blick zu den Talkrunden lenkte wusste ich erst recht wie schön der Abend war und was uns in den nächsten Monaten erwartet. Also mehr Cafe de France statt Talkshows mit den immer gleichen nervigen Themen.
Wünsche Euch ein gutes Wochenende.
Manfred
Und morgen gibt es noch eine Ergänzung zu den Umständen die mich gestern Nachmittag aus dem täglichen Freitagsverkehr gebracht haben. Einen ruhigen Samstagabend 🙂




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