Standard
Je stärker wir dieses unser Leben verteidigen desto sicherer werden wir uns fühlen
Schon wieder liegt eine Woche hinter uns , kurz nachgedacht , die Woche war für mich persönlich eine gute Woche mit all den Widerständen die sich im Laufe solcher Woche zeigen. Und diese Umstände teilen wir miteinander.
Gestern war der für mich seit langem der schönste Tag an den ich mich erinnern kann, ich nenne ihn einfach den Peter-Tag, später mehr.
Draußen strahlende Sonne, so hell, dass ich den PC zum Schreiben in mein Esszimmer bringen musste. Aber ich möchte jetzt das Wochenende beginnen indem ich berichte was mich in der Woche beschäftigt hat, denn morgen um 13.54 Uhr habe ich den Impftermin um den mich einige Freunde beneiden. Den zweiten Termin habe ich leider nach meinem kurzen Ausflug nach Ibiza, der am Karfreitag für eine Woche geplant ist. Eigentlich fliege ich rüber um bei Gericht eine Aussage zum Wegerecht zu machen, höre aber dass das Gericht nicht arbeitet und ich wohl da keine Chance habe aber-
ich endlich meine Freunde wiedersehen kann denn auf Ibiza kann man sich wieder draußen treffen zum Essen oder Klönen, was wir ja hier immer noch vermissen und was sich wohl auch noch eine Weile hinziehen wird. Mein Koffer wird voll gepackt sein mit den Gläsern für Margot und ihre Marmeladenproduktion. Alle gut eingepackt damit es im Frachtraum nicht zum Gläserklingeln kommt.
Und wie unsicher unsere derzeitigen Terminplanungen sind zeigt mein Beispiel. Morgen gehe ich zum Impftermin. Dann passiert in der folgenden Woche erst einmal gar nichts. Da ich aber aus Deutschland nach Ibiza fliege, und zwar am 02.04. muss ich aber einen offiziellen Test bei der Einreise am Flughafen neben dem umfangreichen Ausdruck für die Einreise vorlegen. Jetzt musste ich überlegen wie ich an einen solchen offiziellen Test bzw. sein Ergebnis komme. Denn er muss ja frisch
in dem Zeitrahmen vorliegen den Ibiza verlangt. Dreimal habe ich den Test mit einem negativen Ergebnis bestanden. Und wenn ich an dem Dienstag bei meiner Hausärztin den Test mache muss ich spätestens am 01.04. das Ergebnis auf meinem Handy haben. Denn ich fliege Freitagmorgen früh los. Und was wäre wenn der Test ausgerechnet dann positiv wäre? Kein Flug möglich, kein Ibiza möglich und ich müsste Ostern gegen meine Planung in Düsseldorf verbringen. So kann man nicht mehr planen ohne Risiko.
Die Woche fing an mit der traurigen Nachricht dass Ulla krank sei und ich meine ” kleine Wohnung” mit u.a. über fünfzig Blumentöpfen nun selbst in den Griff bekommen musste .Hoffe und denke dass Ulla am kommenden Montag wieder an Bord ist.
An diesem Montag habe ich dann endlich meine anwaltlich geprüfte Patientenverfügung unterschrieben. Eine von mir zu unterschreibende Betreuungsverfügung liegt auf dem Schreibtisch und wird der ersten Verfügung folgen. In meinem Alter sollte man sich nicht zieren solche Papiere anzunehmen, wie schnell kann es dann zu spät sein solche wichtigen Sachen zu unterschreiben.
Der Dienstag war am Morgen für den Besuch meiner Nichte reserviert, am Nachmittag gegen 15 Uhr war ich bei meiner Ärztin angemeldet.
Der Besuch meiner Nichte Simone war deshalb so wichtig da sie einen für mich sehr interessanten Businessplan entwickelt hat und bisher vergeblich bei den Banken versucht hat ein Existenzgründungsdarlehen zu bekommen. In Zeiten der Normalität wurden solche Pläne über die Hausbank bei der KfW eingereicht, dort geprüft und entschieden. Und wie sich jetzt nicht nur bei Simone herausstellt nimmt keine Bank oder Sparkasse solche Businesspläne, Simones war mit dem Steuerberater im Detail abgestimmt , an. Die KfW hat genug mit den Förderungen der durch die Pandemie Geschädigten zu tun, für Neugründungen gibt es keinen Spielraum in diesen Zeiten.
Ich hatte am Tag darauf ein Gespräch bei der Deutschen Bank in eigener Sache. Auf den Plan angesprochen gab es freundlich aber unmissverständlich ein verneinendes Kopfnicken. Und es geht dabei um einen übersichtlichen Betrag und ein gutes Projekt. Ich bin damit noch nicht am Ende. Es gibt noch günstige Kredite bei Sparkassen und Hausbanken – aber ein potenter Sicherheiten-Geber muss das Risiko übernehmen. Mal sehen, ich bleibe dran.
Mit meiner Ärztin habe ich dann am Nachmittag noch einmal das Problem meiner Belastung durch den Tinnitus besprochen. Es gibt dagegen kein Mittel – nur das Aufarbeiten von möglichen aktuellen Problemen, die bei mir u.a. seit einem Jahr durch die Vorgänge auf Ibiza für starken Stress sorgen, Dinge die mich persönlich durch Personen belasten kann ich bearbeiten und dafür kann ich Erfolge verbuchen. So die Aussage ” dann verkauf doch Ibiza”, das ist derzeit wohl kaum möglich uns wenn ja würde ich bei dem Verkauf der Wohnungen überschlägig eine halbe Million weniger für die Wohnungen insgesamt bekommen. Also fliege ich hin und kämpfe so gut ich kann weiter gegen die Bauvorhaben vor unserem Grundstück, die einen erheblichen Verlust durch die Bebauung der traumhaften Aussicht auf Meer und Stadt bedeuten würde. Kleine erste Erfolge sind durch anwaltliche Einschaltung schon zu erkennen. Aber die Zuwegung , die wir existenziell benötigen, ist schon durch Baggerarbeiten zerstört bzw. abgeräumt worden.
Und als ich dann am Mittwoch die 58 Blumentöpfe, von Ulla mit Hingabe gepflegt, und die sieben Blumenvasen versorgt hatte, reichte mir der Haushalt mal wieder für den Tag. Sobald das Wetter wieder sicher wird kommt ein Teil der Töpfe aber hurtig wieder auf die Terrasse.
David, ein netter junger Mann, hatte mich dazu gebracht einen Kaktus aus der Geschenkaktion herauszunehmen um diesen für David festzuhalten. Er kam dann und konnte direkt von mir einen braunen quasi neuen Lederrucksack mitnehmen. Große Freude mit dem Hinweis ” wenn Sie Elektroschrott haben, bitte rufen Sie mich an”. Und ich denke ich habe da noch so einiges im Keller, morgen, sollte Mohamed kommen, werden wir eine Kiste im Keller zusammenstellen. Und David kann dann kommen. 🙂
Und es war dann endlich an der Zeit dass ich mal zu Rossmann wandern wollte um meine Fotos ausdrucken zu lassen. Und die Zeit war jetzt gekommen. Hin zu Rossmann, viel Zeit investiert und nach mehr als einer Stunde hatte ich 220 Fotos ausgedruckt. Als ich die Fotos dann gestern in die Alben verpackte rückte das Jahr Aug. 2020 bis gestern noch einmal klar mit allen Details vor meine Augen. Und der größte Teil der Fotos ging in das Album Baumaßnahmen Ibiza.
Dann stand der Donnerstag mit einem wichtigen Termin um 24 Uhr auf dem Programm. Zu dieser Zeit war meine Maklerin Frau Karacic mit einer Mietinteressentin für die zuletzt gekündigte Wohnung zu
einer persönlichen Vorstellung hier bei mir angemeldet. Ich bat meine Tochter zu dem Gespräch dazu.
Sehr angenehme Interessentin, sehr schicke Frau um die 40, so in dem Auftreten wie meine Nichte die auch die 40 erreicht hat. Eine Schweizerin, die schon in Oberkassel wohnt aber gern hier in mein Objekt einziehen möchte. Die Eckdaten alle stimmig, vor allem brauchte sie für ihre Arbeiten auch wie die meisten Berufstätigen einen Raum für Home-Office. Aber ich wurde richtig wütend. Die abziehenden Mieter, mit denen ich seit 20 Jahren ein sehr gutes Verhältnis habe, wollen für eine alte Einbauküche einen Betrag von Euro 7.500,- haben. Mir verschlug es die Sprache. Klar, alle abziehenden Mieter wollen die Küchen in der Wohnung lassen. Und die Küchen sind teilweise wie kaum gebraucht. Die jetzt verhandelten Ablösungen lagen so bei Euro 3.000,– oder ein klein wenig mehr. Und die die ausziehen haben Kohle, umso mehr ärgert mich so ein Verhalten.
Wir sind dann so verblieben, dass die Interessentin sich bis heute mein Angebot überlegen wollte um dann ja oder nein zu sagen. Ich habe ihr gesagt sie solle noch einmal verhandeln. Kommt es nicht zu einer akzeptablen Einigung sollen die abziehenden Mieter das gute teure Stück mitnehmen.
Es ist eben so – wenn man in Oberkassel eine Wohnung freigibt sind zahlreiche Interessenten vor der Türe. Diese Wohnung hier mit mehr als 100 qm Wohnfläche hat einen Nachteil, sie hat keinen Balkon. Dieser Umstand macht der Interessentin nichts aus – und heute Mittag hat sie ja gesagt. Wir werden uns jetzt Montag zur Unterzeichnung des Mietvertrages treffen. Diese Frau passt so ins Haus. Und da werde ich helfen wo ich kann.
Genug geschrieben? Nein , jetzt kommt der gestrige Peter-Tag.
Ich bekam vor einigen Tagen über Internet eine Nachricht von einem Peter K. Er hatte in meinem Blog die russischen Gläser, die ich zum Verkauf angeboten hatte, gesehen und wollte sie für einen Freund kaufen. Die Gläser waren noch zu haben und ich antwortete ihm. Und was stellte sich heraus dass wir uns vor langen Jahren, ich denke so 30 Jahre zurück, immer mal gesehen haben da er zum Freundeskreis meines Freundes gehörte der mein Haus in Amsterdam gekauft hatte. Wir hatten sogar mal zusammen Silvester gefeiert, aber immer nur voneinander gehört aber dann immer weniger Kontakt.
Wir haben dann wegen der Gläser Kontakt aufgenommen. Und er kam mit dem Vorschlag dass wir uns wie gestern bei ihm in Düsseldorf zu einem zweiten Frühstück treffen sollten das er ausrichten wollte. Ich habe die Gläser gut eingepackt, meinen besten Wein in die Tasche und bin trotz des stürmischen Wetters von Oberkassel über die Rheinbrücke zu ihm gewandert. Für den Rückweg hatte ich vorsichtshalber schon mal ein Bahnticket in der Tasche.
Was war das ein schönes Frühstück!!. Und er hatte das so toll vorbereitet. So wie ich es auch gern habe. Schöne Gedecke, toller Aufschnitt und lecker Kaffee. Was haben wir gequatscht über die zurückliegenden Jahre. Ich denke es war für uns beide ein toller Freitagmorgen. Wir haben auch sehr ähnlichen Geschmack bezüglich Einrichtung und all dem Drum Herum. Und das ist ein bester Einstieg für die Rückschau in die Vergangenheit.
Das Ticket habe ich nicht gebraucht. Als ich dann nach zwei Stunden das so schöne Treffen verließ schien die Sonne und ich bin den Weg wieder zu Fuß über den Rhein nach Hause. Solche Momente werden immer seltener.
Ich war etwas müde und wollte mich ausruhen. Dazu gehört , dass ich mein Handy immer ausmache. Und ich schlief so etwa eine halbe Stunde und dann wieder ab ins tägliche Leben. Das Handy machte ich an und sah, dass mich mein Freund Peter S. aus Wuppertal mehrmals versucht hatte mich anzurufen. Und dann kam der Anruf durch. Vorwurfsvoll – warum hast Du das Handy nicht angehabt.?
Wie beim zweiten Frühstück ging es um aktuelle Probleme , Möbel im Treppenhaus seiner Wohnanlage, er hat eine Eigentumswohnung und managt da das meiste an Problemen . ähnlich wie meine Freundin Andrea in Ratingen. Und dann kamen wir ins Erzählen. Dieser Peter kannte den ersten Peter immer durchs Erzählen, den zweiten Peter kenne ich seit fast vierzig Jahren und den ersten Peter so um die dreißig Jahre. Und wisst Ihr was ich erkenne, in der Zeit von Corona finden sich immer mehr Freunde und Bekannte zu Kontakten, erzählen von gemeinsamen Zeiten und freuen sich dass wir uns noch haben.
Das Leben ist auch für die Älteren immer noch so lebenswert wenn der Kopf noch klar ist und sie die Gefühle immer noch klar ausdrücken können.
Ich freue mich wenn ich von Euch höre, ich freue mich wenn Verenas Hund Lumi bei mir mit Frauchen ankommt, aber heute, Donnerwetter, sie waren am Rhein spazieren und was hat Lumi so gemocht, sich genussvoll in der Sch… der Schafe, die jetzt am Rhein aufgetrieben werden, zu wälzen.
Nach dem Bad hier oben wurden erst mal alle Teppiche durcheinandergebracht. Handtuch alleine hat ihm nicht gereicht. So ein starker Teppich hat doch eine so schöne Rubbelfunktion.
Haltet mir die Daumen , dass ich Spritze und Test gut über die Bühne bekomme.
Manfred aus Oberkassel




Leave a reply