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Was du heute kannst besorgen…
das verschiebe nicht auf morgen.
Genau das dachte ich mir als ich eben aus meinem Mittagsschläfchen aufwachte, das ich nach einem schönen Marktbummel mit meinen Kölner Freunden, abschließend mit der Tageszeitung und einem kühlen Wein , gemacht habe. Zu einem Blog muss Mann einfach Lust haben und da habe ich mich entschlossen nicht auf die Terrasse auszuweichen da es mir da noch mit 29 Grad zu warm ist. Auch hier drinnen ist es so warm dass ich eben mal die Klimaanlage angemacht habe um es gut aushalten zu können.
Normalerweise mache ich bei dem Wetter morgens die Rolladen auf Halbmast, aber es war bei der Abfahrt zum Markt etwas trübe was sich aber ganz kurzfristig in warmen Sonnenschein umgewandelt hat. So nach dem Blog werde ich die Klima ausschalten und auf die Terrasse umziehen mit schönen Zeitschriften die ich mir immer fürs Wochenende leiste. –
Der Montag dieser Woche war wieder so ein richtig hektischer Arbeitsmontag. Meine Miteigentümer lehnen sich meist zurück und meinen ” Manfred ist hier, der macht das schon”.
Um 10 Uhr kam Conny, unsere deutsche Gärtnerin mit ihrem Mitarbeiter. Das war so abgesprochen dass dieser junge Mann einen Teil des zugewachsenen Gartens heftig zurückschneiden sollte. Und der legte los. Kein Spanier mit Lust auf Pausen.
Um 12 Uhr kam Johannes, mein deutschstämmiger Elektriker, der die Außenbeleuchtung wieder in Gang bringen konnte. Habe gelernt wenn die Außenbeleuchtung, die das ganze Vorderhaus von 20 Uhr bis 2 Uhr in Licht taucht, ausfällt dass im System ein Kurzschluss ist, also irgendwo in einem Gang ect. Wir werden da neue Leitungen ziehen müssen.
Und gegen 15 Uhr kam der große Kübelwagen, der unsere Abfälle aus den Toiletten, hier Fosas genannt, absaugen sollte. Wir hatten das Unternehmen geordert das auch im letzten Jahr die ganze Sch….abgesaugt hatte. Da hat sich meine Miteigentümerin Eva sehr nützlich gemacht. Nach gemeinsamer Absprache hatte sie am Tag zuvor die Baufirma angerufen die vor unserem Grundstück diese großen Gebäude baut und mit der wir anwaltlich im Clinch liegen. Denn unseren seit mehr als 20 Jahren genutzten Weg haben sie uns versperrt. Aber Eva, recht laut und mit viel Durchsetzungsvermögen hatte es geschafft dass der Weg für die Aktion einmalig frei gemacht wurde. Eva stand oben auf der Straße und dirigierte den riesigen Transporter zu unserer Grenze über den für die Zeit freigegebenen Weg.
Eva ist die Miteigentümerin, die die beiden Kellerflächen = Lokales ersteigert hat aber bis heute hat der Vater als Zahler noch keine Bestätigung und Eva ist sehr nervös dass vielleicht noch ein Nachbieter gewonnen hat. Aber das ist nicht mein Problem denn ich bin froh mit dem was ich habe und werde davon bis zum Jahresende versuchen noch etwas zu verkaufen.
Um 16 Uhr fuhr ich dann noch zu unserer Verwaltung Siesta nach Eularia um anzukündigen was wir an dem Tag erledigt hatten und was an Rechnungen auf die Gemeinschaft zukommt. Der Tag hatte mich so mitgenommen dass ich in der Nacht auf Dienstag nur bis 3 Uhr geschlafen hatte und mich mit all den Problemen auseinandergesetzt habe die da waren und noch da sind. Aber gut dass wir den Dreck der Abwässer entsorgen konnten.
Am Dienstag war ein Tag, einen solchen hatte ich noch niemals in Erinnerung. Ich konnte wegen der Bürosachen, die ich für das Anwaltsgespräch am Mittwoch zusammenstellen musste, gar nicht vor die Türe bzw. ins Dort. Uwe kam vom Strand zurück und was hatte er wedelnd in der Hand? Die Tageszeitung die ich so vermisse wenn ich sie nicht lesen kann. Und was war das Ergebnis ? Ich hatte an diesem Tag KEINEN Cent ausgegeben. Kann mich an solch einen Spartag nicht erinnern.
Am Mittwoch, dem 1. Sept. sind wir drei Miteigentümer bei unserem neuen Anwalt in Ibiza Stadt zum Termin um 13 Uhr erschienen. Dabei hatten wir das zusammengestellte Konzept auf dessen Grundlage wir uns gegen die Verwaltung von Can Furnet im Zuge der irren Bauvorhaben stellen werden. So fahren hier derzeit nach Austausch der Schilder 24 t Laster über die schmalen Straßen die nach den Wochen jetzt auch so aussehen. Wer hat das erlaubt? Wer hat dafür die Taschen aufgemacht. Und da ist gerade auch mit der Baustelle vor uns die Frage des Wegerechts zu unserem Grundstück existenziell für uns hier im Haus. Und ich fand bei meinen Recherchen hier in den Akten ein Stück was dazu wohl sehr wichtig ist. Das ist wohl 1999 zu meinen Gunsten als Präsident ausgestellt worden. Und schon setzte die Hetze ein. Der Anwalt braucht die Grundakten von unserem Haus, vor allem der Akt bei dem ich zum Präsidenten gewählt wurde, und diese Unterlage wird jetzt am Montag noch einmal bei Notar in einem Akt bestätigt. Also trage ich für den Stress jetzt namentlich die Verantwortung. Und alles eilt weil ich ja Dienstag zurück nach Düsseldorf fliegen werde.
Und das alles für mich …………………wie ich in der Zeitung las, alle über 80 Jahren werden von der öffentlichen Presse und den Ministerien in Deutschland im Zusammenhang mit den Impfprozessen als ” höchstbetagt ” bezeichnet. Was haben wir gelacht. Und ich habe mich auch geärgert. Die 80 sind heute, seht Euch mal um, für Menschen die Lust zu leben haben , die neuen 60er. Habt Ihr Marianne Koch gesehen, und noch so einige andere mehr die stolz sind noch kreativ zu sein.
So wie unser Freund Hubertus, der am Donnerstag mit seiner Tochter auf die Insel gekommen ist um hier nach dem Tode von Hanne noch weitere Dinge zu erledigen. Wenn man diesen Mann sieht und hört, seinen Auftritt bei der Ankunft hier miterleben durfte, na, Hut ab. Hanne wäre so stolz auf ihn. Nach den Monaten hat er seinen Wagen aus dem Winterschlaf geholt, der musste nun mehrmals durch die Waschstraße und steht jetzt wie frisch aus der Kur auf der Straße im Parkbereich.
Und wie ich im Fernsehen hörte war laut Kalender der Donnerstag der offizielle Herbstbeginn.
Am Freitag hatte der Höchstbetagte Makler hier bei sich zu Hause, es gibt einige Interessenten an meinen Wohnungen, aber da sind noch einige Dinge zu schaffen, für die ich als Höchstbetagter derzeit keine Zeit habe. Meine Steuerberaterin möchte ab nächste Woche heftig in Düsseldorf mit mir arbeiten und ich muss noch den Termin für die Jahresversammlung in Berlin erfahren da ich in diesem Jahr an der Eigentümerversammlung dringend teilnehmen möchte.
Und heute, am Samstag war dann wieder unser Flohmarkt in Jordi. Christian, Uwe und ich sind da ein gutes Team. Wir fahren mit getrennten Wagen, treffen uns auf dem Parkplatz und machen die erste kleine Runde so kurz nach 9 Uhr. Und der Parkplatz war schon mehr als die Hälfte voll. Nach einer ersten Runde zum Eindruck machen wir dann drinnen gemeinsam ein kleines Frühstück, das uns die Kraft geben soll die Runden zu schaffen. Und was haben wir wieder erstanden. Jeder hat so seine Interessen und Christian,der ja perfekt Spanisch spricht, hat nach mehreren Runden eine Tasche für mich, so eine Hängetasche für über die Schulter, klein aber praktisch für solche Rundgänge in, ich denke mindestens drei Ansätzen von Euro 40,– und Zähneknirschen des schwarzen Mannes auf Euro 25,– runtergehandelt . Mehr ging nicht und neben einer zusätzlichen Reisetasche , die mit dem weißen Kreuz auf rotem Grund, die ich natürlich ” dringend” brauchte zog ich nun glücklich mit meinen Taschen zum Wagen zurück. Noch schnell in Jesus lecker Obst gekauft, tolle internationale Wohnzeitschriften und eine frische Baguette für heute Abend mit frischem Käse. Nee, an den Strand wollte ich nicht, da bleibe ich hier in der so ruhigen Ecke wo in der Woche noch lange Zeit viel Krach sein wird – nein – ich genieße die letzten Tage ehe ich Dienstag zu Verena und Lumi nach Hause fliege.
Noch zwei Dinge die mir so beim Schreiben einfallen. Gestern kam ich am Nachmittag wieder gegen 17 Uhr endgültig den Berg hier hoch. Taxen versperrten die Straße. Große Aufregung. Was tat sich da? Ich schätze so 12 bis 15 junge Schwarze in tollen Kleidern und fast nix drunter. Die sich an meinen Wagen lehnte, ohne irgendwelche Absichten, hatte einen tollen Überwurf um sich rumfliegen, die Busen hüpfen hin und her an meiner Autoscheibe, unten herum nur eine Andeutung von Slip, und alle die Mädels waren toll anzusehen. Und ein Geschnatter. Ich konnte nicht erfahren was da denn los war. Die Villa vor der sie aufmarschiert waren ist eine tolle Sache mit Swimming Pool ect. Sollte es eine Modenschau werden oder vielleicht ein Treffen in was auch immer welcher Form.? Eine Modenschau konnte es nicht sein denn die Models werden erst vor den Aufnahmen so toll und frech gestylt. Und als ich endlich weiter fahren konnte standen an “meinem Baugrundstück” so noch keine hundert Meter weiter, alle die Schwarzafrikaner, die dort arbeiteten und guckten sich die Augen aus. Was werden die sich für Gedanken gemacht haben. Sie haben mir so leid getan in diesen Momenten . Es war wie ein Spuk aber wirklich irre so viele so tolle Frauen in den aktuellen Kleidern auf einer Stelle zu sehen.
Heute Morgen auf der Rückfahrt von dem Markt, hielt ich in Eularia an um mir fürs Wochenende meine geliebten Zeitungen zu kaufen. Vor dem Laden stand ein Farbiger der mir versuchte zu erklären ob ich nicht für ihn Zigaretten einkaufen könnte da er keine Maske bei sich hätte. Natürlich, ich mit den 5 Euro in den Laden, die guckten verwirrt da ich nie Zigaretten kaufe. War der Mann happy als ich ihm das Päckchen in die Hand drückte und wieder ab in den Laden um u.a. die Cote´de Paris zu kaufen.
Mit der setze ich mich gleich auf die Terrasse, ein Glas Wein und dann ab in eine andere Welt. Der Anwalt, bei dem ich in der Woche war hatte solche wunderschönen Gemälde toll präsentiert an den Wänden. Aber ich war ja nicht dort um mich an den Bildern zu erfreuen.
Ich wünsche Euch allen einen sonnigen Sonntag , bleibt zuversichtlich vor allem wenn Ihr die Nachrichten seht, was für eine Zeit durchleben wir im Moment.
Gleich den ersten Schluck auf Euch- bis bald
Manfred




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