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Lokales A+B zu verkaufen
Noch immer auf Ibiza – noch immer viel zu warm und keine Ruhe um mich herum. Aber ich will Euch kurz berichten was sich in den wenigen Tagen getan hat.
Bin jetzt seit mehr als zwei Wochen auf der Insel und ………immer nur Unruhe und Aufregung.
Das Schönste was ich habe sind die Essen mit den Freunden, aber zum Essen bin ich nicht auf die Insel gekommen. Sondern zu einen um aufzupassen dass dem Haus hier nichts passiert und zum anderen um Ruhe gerade nach den Bauarbeiten ab 18 Uhr hier zu haben. Ich lese viel und immer wieder neue Unruhe bringt meine Tage durcheinander.
Das Mittagessen mit Danijela im Orangenbäumchen in Eularia war so schön und entspannt. Möchte ich immer wieder gern dort genießen. –
Den Montag habe ich hier verbracht die Baustelle vor unserem Grundstück zu beobachten und abzustimmen mit den ursprünglichen Plänen, Es betrifft ja nicht nur unser Gebäude sondern auch ein Teil der Nachbarhäuser. Der von mir vor drei Jahren veranlasste Trennzaun hängt vor sich hin, ist aber noch die Grenze, tagsüber fahren die Betonmischer auf dem ausgekiesten Weg in die Tiefe um dort direkt vor Ort Beton zur Verarbeitung auszuladen Der riesige Kran hieft dann mit großen Säcken den Beton auf die weiten Flächen auf denen die Tagelöhner in der Hitze arbeiten. Gestern drehte sich die Trommel in meiner Sichtweite bis 18 Uhr um dann mit viel Getöse rückwärts den Berg wieder hochzufahren, oben noch Dinge zu verschieben und dann endlich war Ruhe. Von morgens kurz vor 8 bis gegen 18 Uhr. Und das wird noch Monate so weiter gehen.
Bauherr soll ein Niederländer sein der noch ein paar Sachen hier in Can Furnet baut.
Und ich bin auch hier um mit meinen Miteigentümern mit dem jungen und sehr bekannten Rechtsanwalt Baradat zu den Bauplänen ect. ein Gespräch zu führen. Baradat soll ein Freund unseres Miteigentümers Paolo sein und nur deshalb haben wir für diesen Mittwoch einen Termin um 11:30 Uhr in seinem Büro bekommen. Ich habe mich deshalb erst mal richtig rasiert, entsprechend angezogen und mich mit Unterlagen eingedeckt. Miteigentümerin Eva wollte mich wegen der Parkplatzprobleme mit ihrem Wagen mitnehmen. 10:50 war vereinbart. Ich war schon gegen 10:30 fertig, Eva kam zu mir auf die Terrasse und ich wollte meine Sachen packen. Aber neee, das Büro hatte eine halbe Stunde vorher angerufen und den Termin abgesagt. Irgendwann Ende August soll der nun sein. So war es wieder da – ein Gefühl der Ohnmacht und eigentlich zum ko…….
Habe mich versucht zu beruhigen, denn der Tag war noch nicht zu Ende.
Ich hatte am Abend zuvor gehört dass wie gestern endgültig die Versteigerung der beiden Lokales C und D stattfinden sollte. Ich hatte mich darauf vorbereitet zumal mein Anwalt und meine Steuerberaterin mich zu unmöglichen Zeiten angerufen hatten um mich über den Termin zu informieren. Natürlich war ich grundsätzlich interessiert da ich keinen Nachbarn in meinem Garten haben wollte. Am Morgen, also gestern Morgen,, lag noch kein Gebot vor. Das bekam ich bestätigt. Und ich bot mit für die angesetzte Grenze.
Aber keine höhere Aufwertung und habe die Versteigerung auch nicht beobachten lassen. Mehr wollte ich nicht geben da meine finanziellen Mittel durch Düsseldorf sehr gestresst worden sind und wie ich heute höre, geht es da weiter mit Schäden durch Feuchtigkeit im Parkett, ausgelöst durch den letzten großen Wasserschaden. Die Feuchtigkeit hatte sich unter dem Parkett noch weiter seinen Weg gesucht. Nächste Woche wieder ein Teil raus. der Neuverlegung.
Zurück zu gestern und Ibiza. Gefrustet habe ich mich gegen 15.30 ins Auto gesetzt um zu Lidl zu fahren. Was ist das für eine gute Zeit. Ich kam so gut durch und war auf einem fast leeren Parkplatz gut aufgehoben. Und wie toll drinnen. Schön kühl und im Gegensatz zum Wochenende volle Regale und keine Familie mit Kindertraube um sich herum. Und ganz frisch die
Ensaimadas , was habe ich die lange nicht mehr gegessen und dann so locker. Mit alkofreiem Bier und Salaten aus der Kühlung bin ich dann zurück zum Parkplatz. Aber Donnerwetter – was war in der kurzen Zeit wieder auf der Straße los. War ich froh als ich dann alles die 95 Stufen vom Parken bis zu meiner Wohnung geschafft hatte. Und das vier mal rauf und runter. Da merkt man sc das Alleinreisen im Alter schon Kraft kostet.
Alles untergebracht habe ich mich umgezogen und mich ermahnt nach Wochen meine Freundin Heike in Ungarn anzurufen. Hat die sich gefreut und wir quatschen dann immer mindestens eine halbe Stunde lang. Wir kennen uns auch schon über zwanzig Jahre, hier auf der Insel kennen gelernt. Gerade in unserem Alter müssen diese Kontakte gepflegt werden.
Und jetzt kommt der Abschluss mit dem Ergebnis dass die Lokales versteigert worden sind, nach zig Jahren endlich mal einen neuen Eigentümer der auch Rechte und Pflichten – hoffentlich – übernimmt. Euro 35.000,- je Stück, viel zu teuer denn im Moment überhaupt nicht nutzbar. Kein Boden, keine Decken, keine Fenster und alles roh und fast 50 Jahre nicht bewirtschaftet.
Wer weiß was das da noch wird.? Aber, so bin ich eben , ich habe heute viel nachgedacht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen. :
Gut, dass ich die Lokales nicht bekommen habe. Die um-und auszubauen kostet jedes Stück rd. 100.000,- Euro. Habe ich ja hinter mir vor zehn Jahren und früher. Und heute sind die Preise unappetitlich. Keine Grundstoffe mehr da, 17 Baustellen alleine in Can Furnet. Und ich kam wie so oft in meinem Leben mit einem schnellen Entschluss die Situation zu ändern, und zwar dalli dalli 🙂
Ich werde meine gut ausgestatteten Lokales A und B ab morgen in den Verkauf setzen. Ein nicht verhandelbarer Preis von
Euro 285.000,- für die rd. 100 qm mit Kamin ect. ist mein Preis. Ich möchte nicht noch eine weitere Baustelle neben mir haben und das für längere Zeit, die Baustelle vor mir reicht mir total. Die Zeit, dass ich in einem quasi Reihenhaus wohne ist nun schön länger vorbei. Ich habe im Haus noch genug Wohnraum um ich für den Rest meiner Tage hier wohlzufühlen.
Die erste Besichtigung ist schon morgen früh um 10 Uhr. Mich drängt niemand aber ich habe immer erkannt dass das schnelle Geschäft bei einer guten Preisfindung für alle Beteilige ein zufriedenes Gefühl hinterlässt.
Und das wars mal – immer noch so warm aber ich kann doch gleich auf die Terrasse und werde keine alkofreies Bier auf Euer wohl trinken sondern ein Weißwein mit viel Eis.
Und nur zur Info. Für Familien mit Kindern ist die Insel derzeit viel zu teuer wenn man auf Hotels ect. angewiesen ist. Das Auto zu mieten war noch nie so teuer wie jetzt. Ab 90,– Euro pro Tag. Alle haben Gründe. Trotz Baulärm sind die Wohnungen um mich herum bewohnt was ich daran erkenne dass mich abends doch noch heftiger Kinderlärm erfreut.
Von der lauten und warmen Insel liebe Grüße auf das normale Festland.
Manfred




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