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Mensch Freunde, endlich Sonne am Himmel
Wir haben Samstagnachmittag, nach wieder einer Woche voller Ereignisse, aber nur viel Arbeit und auch ein paar schöne Dinge, keine Krankheiten oder negative Vorkommnisse – ich mache mal meine Bilanz zur letzten Woche.
Eben mit Verena und Lumi im Garten ihrer Wohnung gesessen, sie hatte das erste Mal Waffeln gemacht, es war richtig gemütlich und ich bin jetzt wieder rauf unters Dach und genieße die Ruhe um mich herum, immer wieder Blicke über die Stadt im Licht und zum Dachgarten, der jetzt mal endlich aufblühen wird.
Zurück zur Woche die heute endet.
Am Montag hatte mein Freund Robert in Köln seinen 75. Geburtstag. Mensch wie die Zeit vergeht. Wir kennen uns jetzt mehr als 40 Jahre, haben viel gelacht und eigentlich niemals Streit gehabt. Aber in den letzten Monaten haben wir viel telefoniert uns aber wenig gesehen. Bevor es mit der Corona losging haben wir uns fast jeden Samstag in Köln zum Kaffee getroffen. Unser Treffpunkt hatte geschlossen und damit war für uns eine langjährige Gepflogenheit erst mal ausgelaufen. Aber das kommt bald wieder und damit werde ich auch wieder mehr mit meinem Wagen fahren, der ungeduldig in der Garage auf eine Ausfahrt wartet.
Zum Beginn der Woche hatte ich mir vorgenommen meine obere Etage , die mit meiner Wohnung ja direkt verbunden ist , als “Sommerwohnung” zu nutzen. Sehr hell mit vielen Fenstern ist es einfach eine Lust von da den Sonnenuntergang über Düsseldorf mit zu erleben.
Und dazu wird meine Neuerwerbung beitragen. Vor langen Wochen hatte ich mir einen Designer Coffeetable
über eine Fachfirma für Design-Möbel bestellt. Hatte ich vor langer Zeit einmal hier bei Mietern im Haus gesehen und immer wieder daran gedacht wo man solch ein Möbel kaufen könnte.
Wo ein Wille ist ein Möbel. Biedermeier, Möbel der Gründerzeit sind schon länger nicht mehr so mein Ding. Auch andere Menschen bieten ältere Möbel gerade über ebay an, wenn diese dann gerade bei Lampen im Original angeboten werden sind sie fast unbezahlbar.
Zurück zu meinem neuen Tisch. Entworfen vor Jahren von dem Japaner Noguche ist ein Original nicht zu bekommen, aber eine sehr gute Kopie, nur für Experten zu unterscheiden. Und ich wartete Wochen und hatte schon bezahlt. Dann kam die Nachricht dass sich die Lieferung wegen der Schließung des Suez-Kanals verzögern würde. Erleichtertes Aufatmen meinerseits. Und dann klingelte es Dienstag, eine kaum Deutsch sprechende Stimme im Haustelefon – ein Paket sei angekommen. Das passiert eigentlich täglich da ich wohl meist zu Hause bin in der Mittagszeit. Ich war etwas gereizt da ich mich gerade für ein paar Minuten hingelegt hatte. Und ich zog mich wieder zurück und nach doch einer Weile klingelte es erneut. Ein ausländischer Mitarbeiter einer Versandfirma stand etwas atemlos vor mir mit den Worten ” der ist aber schwer ” hielt er mir das Gerät zur Unterschrift hin. Ich unterzeichnete und sah eine Etage tiefer ein großes Paket, wusste aber noch nicht was drin war. Heute noch tut es mir leid dass ich dem Mann nicht ein dickes Trinkgeld gegeben habe.
Aber dann bin ich die halbe Etage runter und sah, es war der Tisch, endlich. 53 kg schwer stand auf der Verpackung. Und da habe ich mich nicht dran gewagt.
Zurück in die Wohnung habe ich Mohamed angerufen der ja über eine enorme Kraft verfügt. Zwei Stunden später kam er nach seiner Arbeit zu mir und wir haben dann das Teil die halbe Treppe hochgeschleppt. Und in mein Büro geschleppt und dann die Verpackung in Ruhe erst mal aufgemacht. Donnerwetter wie war die schwere Glasplatte abgesichert. Mehrere Lagen Styropor , Noppenfolie und Papier. Wir haben ganz sorgfältig die große Platte ausgepackt, und dann in einer ganz schwierigen Tour die 50 kg per Hand über meine schmale Eisentreppe in die Sommeretage nach oben geschleppt. Mo schleppte, ich kommandierte damit nicht Platte oder Wände angekratzt würden, und es ist gelungen. Wir haben dann ganz sorgfältig das Fußgestell, nur zwei Teile zusammen gestellt und dann habe ich die Ausrichtung der großen ovalen 2 cm dicken Glasplatte vorgenommen.
Und dann haben wir uns gefreut dass wieder mal so ein Coup gelungen ist. Der bisherige weiße runde Tisch wird über ebay demnächst verhökert. Was mich nun stört – unter dem Tisch liegt wie bisher ein Kelim. Nein, der Tisch muss auf den Holzdielen stehen ohne Untergrund, denn der Kelim nimmt dem tollen Tisch die klare Linie durch sein Durchscheinen von unten nach oben. Der Tisch ist ganz klar in sich selbst definiert und braucht kein Beiwerk. Na ja, oben drauf eine leckere Flasche Wein und ein passendes Glas oder zwei könnten ihn schmücken.
Am Donnerstag wollte mich meine Tochter in unser Lieblingsrestaurant Muggel zum Mittagessen einladen. Ging aber nicht da sie keinen Test hatte. Und als wir das am Freitag mit Vorbestellung nachholen wollten machte uns der Dauerregen einen Strich durch die Rechnung.
Da blieb dann Zeit meine Tagesordnung von 18 Punkten ,die ich morgens zusammengestellt hatte, abzuarbeiten. Monatsende mit Lohn- und Gehaltszahlungen, Rechnungen und div. Buchungen die am Monatsende fällig werden.
Immer wieder bemerkenswert für mich wie die Arbeitsabläufe von außen durch die Pandemie an Qualität verlieren. So verlieren die Verwaltungen den Überblick über ihre Aufgaben, s. Berlin. Zwei Darlehnsprologationen, die mir für mich vorgelegt wurden, waren ohne Detailangaben aber mit vielen Unterschriften versehen. Ab und zurück damit. Unterlagen für die Wohnungskautionen durch die Sparkasse werden mit einem unleserlichen Unterschriftenkürzel abgezeichnet. Stempel wie früher üblich? Nicht zu finden.
Aber die Privatfirmen arbeiten da doch anders. Wie Ihr wisst liebe ich Wein und hatte mir mal über eine Werbung in Italien Wein bestellt. Der kam wie bestellt, pünktlich, gute Qualität. Und ich habe vorgestern eine Offerte angenommen und nach Italien geschickt. Gestern schon ein Telefonat von dort um mich zur Bestellung zu betreuen. In gutem Deutsch wurde ich befragt und beworben. Hat mir gefallen.
Und so waren der Donnerstag und Freitag volle Arbeitstage die zum Ziel hatten meine finanziellen Verpflichtungen abzudecken und der Freitag endete dann damit dass ich es hier mal richtig satt war und nach langen Monaten wieder nach Berlin wollte. Immer wieder habe ich meine Freunde vertröstet, jetzt aber Schluss damit.
Da unsere mögliche neue grüne Bundeskanzlerin es für nicht opportun hält kurze Flüge zu belegen habe ich mich mit den Gedanken angefreundet mal nach ganz langer Zeit mit der Bundesbahn zu fahren. Und Ihr glaubt nicht wie gut das Angebot war. Ich setze mich hier in die Bahn Richtung Bahnhof, kurze Strecke, dann ab in den Zug mit reserviertem Platz, endlich mal Zeit für die Zeitung und ab in Richtung Berlin Ostbahnhof. Und er Preis ist ein Hammer. Ich zahle mit Reservierungen Euro 113,80.
Keine Taxe zum Flughafen, mehr als eine Stunde dort warten bis zum Check in und dann erst mal in Schönefeld suchen wo es lang geht.
Und noch ein paar Bemerkungen zum übrigen Umfeld in meinem Leben.
Meine Freunde wollen alle wieder nach Ibiza trotz Baustelle. Auch Hubertus hat für Sept. und Okt., “seine” Wohnung gemietet um in Ruhe auf der Insel die restlichen Dinge zu erledigen. Im musste schon mehrere Anfragen ablehnen. Aber ich brauche jetzt mal etwas Ruhe auf der Insel und muss sehen dass ich meine Anzahlungen zur Versteigerung zurück bekomme – nix mehr dort in neue Dinge investieren.
Die über die Firma My Hammer im Internet gefundene Parkettfirma bekommt von mir eine gute Bewertung. Und das ich so gutes Parkett zu einem Superpreis bekommen habe , das war mein Glück. Denn überall fehlt es an Rohstoffen.
Und man glaubt es kaum, jetzt am Samstag gegen 18 Uhr scheint noch voll die Sonne vom Himmel. Was wird heue Abend wieder hier auf der Luegallee los sein. Alle Lokale endlich wieder wenigstens draußen rappelvoll, gestern Abend saßen die Pizzagenießer bei uns auf der Eingangstreppe und futterten. Und ich freue mich heute schon wenn ich am kommenden Samstag mit Bernd in Berlin in unserem Lieblingslokal Hazienda in Alt-Mariendorf lecker essen und trinken werde.
Euch allen einen schönen sonnigen Sonntag und eine gute Stimmung mit den Freunden und in der Familie.
Ich habe morgen von meiner Tochter Arbeitsverbot. Ich denke wir werden mit Lumi einen langen Spaziergang am Rhein machen und dann mit viel Ruhe den Feierabend genießen für eine wieder anstrengende neue Woche.
Tschüss Manfred




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