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Ich denke das Leben zu gestalten gelingt nicht durch unser Nachdenken sondern allein durch unser Tun.
Wenn ich versucht habe meinen Blog etwas früher zu schreiben – nee – was war die Woche wieder voll und jeder Tag war eng verplant.
Sonntag war die angesetzte Impfung für mich. Eigentlich war ich etwas pessimistisch was wir ja inzwischen alle werden wenn die öffentliche Hand etwas plant.
So nahm ich Sonntagmittag meinen Taxenzuschuss aus der Box und wanderte zum Taxenstand. Der Fahrer freute sich so endlich einen Fahrgast zu haben, und das über eine etwas längere Strecke. Geimpft wurde in Düsseldorf in der großen Messehalle am Rhein. Auf der Fahrt erzählte mir der Fahrer dass die Taxen in Düsseldorf um ihr Überleben kämpfen. Normalerweise hat er 10 Touren täglich, ich war gegen Mittag seine zweite Tour. Einer nach dem anderen gibt auf, so lange die Wirtschaft so läuft werden keine Taxen abends und nachts in der Altstadt gebraucht. Keiner ist dort mit seinem Bier in den Knochen auf eine Taxe angewiesen. Denn niemand ist am Abend und in der Nacht dort als Gast zu finden.
Angekommen am Impfgelände ging alles reibungslos und zügig über die Bühne. Noch ein Papier auszufüllen, der junge Mann ,der sie entgegennahm lachte mich an und sagte ” Sie sind falsch hier, heute werden nur die Achtzigjähren geimpft. ” Ich drehte mich langsam um und wahrlich, das hier war eigentlich nicht mein Platz. Viele mit Gehhilfen, mit Begleitungen, ich war meiner Natur und meinen Genen dankbar durch die Reihen mit flottem Schritt zur Impfärztin zu kommen.
Geimpft mit Biontec verließ ich nach kurzer Rast das Gelände, schnappte mir eine Taxe und fuhr nach Hause um mich etwas auszuruhen.
Und keine Belastungen, die Ärztin hatte gute Arbeit geleistet und ich war der Landesregierung dankbar für diesen reibungslosen Ablauf.
Am Montag hatte mein Freund Uwe in Köln Geburtstag. Hut ab vor diesem Freund ,der sein Leben täglich in das Wohl der alten Menschen investiert.
Am Nachmittag kam meine letzte neue Mieterin, eine super aussehende Frau , Schweizerin, die schon in Oberkassel lebt aber wie die meisten eine größere Wohnung benötigt. Eine der Schwierigkeiten war ,dass die abziehende Mietpartei für eine alte Küche einen Abstand von Euro 7.500,– verlangte. Die angebotenen Euro 3.000,– wurden nicht angenommen. Und ich stehe hinter der neuen Mieterin da im Moment neue Komplettküchen für Euro 2.999,–incl. Elektrik von den Möbelhäusern angeboten werden. Der Mietvertrag ist unterzeichnet und die ausziehenden Mieter müssen die Altküche mitnehmen.
Die Woche ging ohne großes Spektakel weiter. Immer der Ablauf, erst Frühstück mit anschließend Zeitung, da geht einem schon der Appetit verloren, dann die Blumen und kurzen Einkauf und der Nachmittag bis gegen 18 Uhr Schreibtisch. Habe mir zum ersten Mal eine Quartalbilanz erstellt und diese dann mit den Daten von 2020 verglichen. Nicht sonderlich erbaulich dieses Jahr. Warten wir ab wer diese Milliarden, die der Staat aufnimmt, irgendwann bezahlen muss.
Ich habe zwischendurch in der Woche auch größere Einkäufe gemacht. Meine Lieblingsmeile ist die Hauptstraße in Neuss vom Bahnhof ab in Richtung Süden. Vor allem kaufe ich dort meine Bürosachen. Was ich nicht wusste dass es die Qualifizierung bei Kopierpapier gibt. Ich griff ordentlich zu und hatte später das Ergebnis. Der Kopierer machte Schwierigkeiten. Also an der falschen Stelle gespart.
Am nächsten Tag noch einmal zum Einkauf los. Und das erste Mal in meinem Leben mit einem Hackenporsche. Vor einem Jahr fuhr ich noch meinen wunderschönen blauen 911er, und jetzt ein buntes Etwas auf Rädern was Mohamed mir gestiftet hatte. Und was soll ich Euch sagen, dieser kleine Transporter reichte nicht für all die Dinge die mit nach Oberkassel mussten. Da stand bei Kodi so ein großer schwarzer Hackenporsche, nicht so komfortabel aber nützlich. Und was tut man nicht für sich – auch der wurde gekauft und war dann ebenfalls voll als ich bei der Straßenbahn ankam. Zu Hause auf die Waage – der Kleine 9kg und der Große 11kg. Damit in die Bahn war nicht ganz so einfach. Ein freundlicher Neusser gab mir den zweiten in den Wagen der Bahn und so fuhr voll bepackt in der leeren Straßenbahn quasi bis vor die Haustüre. Oberkasseler sind schon anders als die Neusser, ich hangelte mich mit den beiden Biestern aus der Bahn, man trat freundlich zur Seite ohne eine Hand zu heben. Nicht nochmal mit zwei unterwegs, der Bedarf wird vorher mit der Größe meiner Hilfen abgestimmt.
Zur Belohnung gab es dann am Abend die erste Erdbeerbowle. Nee, ist noch nix. Die Erdbeeren sind noch nicht reif genug. Wenn ich sehe ,dass meine Weintrauben aus Indien kommen dann frage ich mich wie die Nachlieferung nun bei dem gestörten Suezkanal aussehen wird wenn sie in Deutschland ankommen wird. ?
Gedanklich bereite ich mich nun seit ein paar Tagen auf den Flug nach Ibiza vor. Ich werde Freitag direkt von Düsseldorf nach Ibiza fliegen. Zuvor jetzt am Dienstag mache ich den vierten PCR Test, hoffe dass ich das Ergebnis noch vor Freitag vor dem Handy habe. Sonst kann ich mir den Flug abschminken. Und ich muss fliegen da ich in der Woche danach eine Anhörung vor Gericht habe. Bis heute weiß mein Anwalt noch nicht ob jemand überhaupt bei Gericht arbeitet. Aber egal, erstmal freue ich mich so meine Freunde wieder zu sehen. So lange her und ich werde Hanne und Hubertus so vermissen. Aber Hanne habe ich noch in der Urne im Haus. Ich werde sicher ein liebes Zwiegespräch mit ihr führen. Sie fehlt mir so sehr als meine Seelenverwandte.-
Und eine Woche später ist schon mein Rückflug. Wie das gehen soll – keiner hat so eine Ahnung. Ich muss auf der Insel einen PCR Test machen sonst komme ich nicht runter. Wie und wo der erstellt wird – da werde ich mich drum kümmern müssen wenn ich vor Ort bin.
Auf jeden Fall werde ich trotz Kürze der Zeit eine Strandwanderung machen und wenn möglich mich der Wandergruppe von Bernd anschließen. Dafür lohnt sich schon zu fliegen.
Meine zahlreichen Töpfe werden diese Woche noch auf die Terrasse umgesiedelt. Raus damit und wer nicht überlebt hat Pech gehabt.
Noch ein paar gute Bemerkungen zum Schluss.
Heute habe ich Bronze aus der WebSide verkauft. Auch wieder etwas Platz für weitere Verkäufe. Ich wünsche mir dass es bald wieder die Flohmärkte gibt. Die Kaufstimmung ist dort viel stärker weil die Stimulation vor Ort eine ganz andere ist als über ebay. Über ebay kaufen in der Regel Händler die den Preis natürlich nicht bezahlen wollen den ich frage.
Und so gibt weitere Pläne im Hause Jungbluth. Den von meiner Tochter gefahrenen BMW werden wir verkaufen um als Ersatz einen Kangoo oder ein ähnliches Auto zu kaufen. Ich brauche einen kleineren Transporter um meine Ware hin und her zu fahren, zum Beispiel Berlin – Düsseldorf. Auch in Berlin habe ich in den Jahren so viele Teile gesammelt die mal an die Luft müssen. Meine Tochter und ich teilen uns dann den Touareg, aber sie legt Wert darauf, dass der kleine Transporter schwarz sein soll und eine gute Ausstattung aufweist. Da werde ich dann dran denken wenn ich auf die Suche gehe. Angebote gibt es reichlich. –
Hoffe ich habe nichts vergessen. Lumi, unser Haushund , ist ein kleiner Rebell , aber sein Frauchen hat Kontakt zu einem Hundetrainer der sehr gute Hilfe gibt, den kleinen Raudi in der Pubertät richtig zu erziehen. Mit diesem Familienzuwachs haben wir solch ein Glück gehabt. Lumi scheint ein Männerhund zu sein, aber er arrangiert sich mit Frauchen, die täglich lange Spaziergänge mit ihm absolviert.
Und morgen erhöht sich mein Personalbestand weiter. Ab neun Uhr arbeitet der neue Fensterputzer die mehr als zwanzig Fenster ab. Mal sehen wie das klappt – er hat schon einen guten Eindruck hinterlassen.
Jetzt gibt es ne Kleinigkeit zu essen , dann kommt Mo am Nachmittag um mir bei den Blumen zu helfen – dicke schwere Töpfe sind mir im Einzelfall nicht zu schwer, aber so um die 50 schwere Töpfe schafft der Alte nicht mehr so wie früher. In diesem Sinne …………
Ich freue mich dass es Euch gibt. 🙂
Manfred




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