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34 Grad im Schatten, nix um sich wohl zu fühlen
Sonntagnachmittag , 15.31 Uhr – auf der Insel Ibiza ist es seit Monaten ungewöhnlich warm und trocken , jetzt und heute 34,5 Grad Temperatur im Schatten , und das wird so bleiben bis gegen 19 Uhr , und dann kann man wenigstens draußen sitzen und einen Wein trinken oder zu Abend essen.
Ich bekam heute Morgen von Verena ein Video gesandt mit Dauerregen in Oberkassel, die Welt spielt nicht nur in der Politik verrückt, der Wettergott hat sich der Meute angeschlossen. Da es auch im Raum derzeit sehr warm ist habe ich überlegt den Blog auszusetzen aber ich habe Freunde die sich freuen wenn sie mal zum Wochenende etwas lesen was nicht zu ihrer Welt gehört und sie sich dann beglückwünschen zu dem was sie in Ruhe zum Überleben brauchen um es genießen zu können.
So habe ich mir ein Brillenputztuch geholt, bei den Temperaturen hier im Raum beschlägt die Brille ab und zu und , ich habe die Klimaanlage angemacht, was ich normalerweise nicht mache. Seit dem Frühstück habe ich die Rollos auf nur noch ein Drittel hochgefahren damit die großen Fenster, die ab frühem Morgen in der Sonne liegen, nicht aufgeheizt werden. Wenn wir auch die Sonne lieben, es ist einfach zu viel des Guten. –
Meine Woche fing in Düsseldorf mit Regen an. Und der Fensterputzer hatte seinen Termin meine 26 Fenster am Montag zu putzen. Wir hatten Glück , nachdem die Fenster glänzten setze eine trockene Periode ein.
Und da es weiter trocken blieb war ich mit einem Freund gegen 18 Uhr im Cafe France auf der Luegallee zum Essen und lecker Weinchen verabredet. So etwas brauchen wir einfach damit wir wissen warum gerade wir Alten noch auf der Welt leben.
Und am Dienstag ging es dann an die Flugvorbereitungen. Ticket und Impfpass habe ich in Händen, aber es wurde wieder der Einreiscode für Spanien gebraucht. Und immer wieder Veränderungen im Aufbau. Endlich hatte ich den Code, auf Papier und im Handy.
Zwischendurch ein Hilferuf im Haus von meiner Maklerin – ein ungewöhnlicher Mann – früher sagte man “Penner” dazu hatte meine Eingangstreppe im Haus straßenseits besetzt. Meine Maklerin mit Mietinteressent mussten sich böse Worte gefallen lassen und der Dicksack räumte nicht die Treppe. Das war für mich bei all dem Kram der mich umgibt ein Punkt den ich sofort lösen konnte. Viele meiner Freunde haben mich noch nicht aus Wut brüllen hören. Der gute Mann rappelte sich auf , brummte wütend und verschwand um die Ecke um sich die nächste Eingangstreppe zu suchen. Mit schleppte er einen Einkaufswagen in dem er sein Hab und Gut transportierte.
Und am Dienstag, 25.08. brachte mich Verena mit meinem Gepäck zum Flughafen. Mein Flug ging um 14.50 und ich war früh zum Check In angekommen. Alles dabei, keine zwei Minuten und ich war durch. Durch die Eurowings Visa Card kann ich an den Sonderschalter der aber keine Ausnahmen zulässt sondern nur immer wenig Wartende ausweist was Zeit spart.
Der Flieger war gut voll, diese Reisezeit tagsüber liebe ich, alles viel ruhiger bis auf die Kleinen die den Flug meist mit Lärm genießen. Angekommen hatte ich schnell mein Gepäck, gefüllt mit Akten hier zum Haus und leeren Gläsern, 32 Stück, für meine Freundin Margot.
Meine Freunde warteten mit dem Wagen am Flughafen und hatten sogar etwas Leckeres zum Abendessen für mich dabei.
Und dann kam ich in meine Wohnung, wie immer so gut fertig gemacht, und da ich noch nicht so lange fort war von der Insel war es noch mehr ein Nachhause kommen als wenn ich länger weg gewesen wäre. . Und wegen der Zeit der Ankunft kein Baulärm auf der strittigen Baustelle. Es war ein angenehmer Abend mit Ruhe und Deutschem Fernsehen zu den Nachrichten.
Direkt am Nachmittag nach meiner Ankunft waren Daniela und ich zum späten Mittagessen in Es Canar verabredet. Das ist der Badeort in dem ich mit meiner Tochter und Michael vor 45 Jahren Urlaub gemacht habe. Ein Familienbad am Meer mit vielen Gästen. Alle Tische waren reserviert, aber wir bekamen noch einen Platz dank Daniela. Wunderschön in der Brise gesessen, na ja, das Essen war schon in Ordnung aber eben am Meer und nicht high class.
Am Freitag kamen meine Freunde Uwe und Christian aus Köln um hier im App. G Urlaub zu machen. Freunde um mich rum zu haben tut mir gut denn es lenkt mich ab von all der Arbeit die ab morgen auf mich wartet. Gestern waren wir zusammen auf dem Markt in Jordi, früh um 9 Uhr losgefahren damit wir der Hitze auf dem Markt nicht ausgesetzt waren. Und mit kleinen Schnäppchen unter dem Arm fuhren wir getrennt zurück. Meine Freunde kauften im Supermarkt noch ein und ich Lesestoff fürs Wochenende.
Ab Morgen sollte meine Arbeitswoche anfangen. Pustekuchen. Meine Miteigentümerin Eva kam ganz aufgeregt, sie hat Verstopfungen in ihren Leitungen zu den Fossas. Was tuen? Also noch am Abend den Entsorger angerufen, natürlich hat keiner eine Telefon Nr. nur der Manfred. Aber sie hat energisch telefoniert und dann brauchte sie die VersicherungsNr. ? Wer hat die denn? Wer wohl?
Und dann habe ich mich aufgemacht um den Haupttank für die Abwasser zu prüfen denn es hätte ja sein können dass der überfüllt gewesen wäre. Nach heftigem Kraftakt an den Deckeln hat der Alte die hoch bekommen und festgestellt – alles in Ordnung. Also die Gäste oder Eigentümer ab der Haushälfte haben sich nicht benommen und die WCs für andere Dinge benutzt.
Wohlgemerkt, ich hatte mir vorgenommen erst ab Montag meinen Pflichten hier nachzukommen. Von wegen. Eva, die neue Eigentümerin der Lokales, früher recht schwierig , erkennt jetzt die Notwendigkeit des Handelns. Sie bat um einen Termin um mit mir die Tagesordnung zu unserem Anwaltstermin zu Mittwoch zu erstellten. Kurze WhatsUp am Morgen – Wann können wir uns heute sehen? Ich : gegen 12 Uhr – Sie – nein bitte um 11 Uhr. Ich also schnell nach Jesus wenigstens die aktuelle Zeitung zu holen.
Ich war pünktlich zurück, Eva saß schon auf meiner Terrasse und wir haben mehr als eine Stunde heftig gearbeitet. Und was ich das genossen habe dass ich ein Fotoalbum über den ganzen Bauverlauf habe. Nix nur auf Mobil. Gute Fotos machen Eindruck.
Nach der anstrengenden Besprechung kam ich dann endlich dazu an meinem “Urlaubstag” mal einen Blick in die Presse zu werfen. Da kann es einem ja wirklich übel werden, aber, was in der Welt in großen Zügen passiert haben wir hier auch an jeder Ecke. Wer mit wem und mit was entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Mehr schreibe ich hier nicht.
Und jetzt mache ich Schluss. Gleich kommen meine Freunde vom Markt in Juan und wir gehen zusammen in Talamanca direkt am Strand zum Abendessen. Tisch ist reserviert, Laune ist gut und so endet dann mein Kurzurlaub am Sonntagabend.
Morgen um acht Uhr kommen die Bauarbeiter, um zehn Uhr kommt die Gärtnerin Conny um Arbeiten ab Mittwoch hier zu besprechen, um 12 Uhr kommt Johannes wegen der Elektroinstallationen hier am Haus.
Und in der Woche sind alle Tage verplant. Vor allem Mittwoch mit dem neuen Anwalt wird ein harter Tag. Aber es gibt auch einen guten Tag in der Woche- am Donnerstag morgen landet Freund Hubertus mit seiner Tochter nach mehr als einem halben Jahr auf der Insel und wir alle freuen uns so sehr. Hubertus – herzlich willkommen zurück auf Ibiza.
Ich mache jetzt Schluss, die Klimaanlage aus, die Rollos hoch und mal auf die Terrasse den späten Nachmittag genießen. Würde Euch so gern etwas an Sonne rüberschicken. Bis ganz bald
Manfred




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