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sich selbst zu erkennen ist der Schlüssel zum Glück
Ja, meine Lieben, nach diesem Motto versuche ich verstärkt anmir zu arbeiten, gerade jetzt nach den hektischen Wochen auf Ibiza die mir keinen Urlaub vermittelt haben. –
Einmal die Hitze die sich immer mehr in der letzten Wochen bemerkbar machte. Dann der Lärm in der Woche auf der Baustelle wo mir die Arbeiter schon leid taten, aber , die Mittagspause von 13:00 Uhr wurde für eine Stunde eingehalten. In dieser Zeit habe ich dann versucht mal eine kurze Siesta zu machen.
Aber jetzt der Reihe nach. Ich hatte mir am ersten Wochenende auf dem Markt einen sehr schönen Ring gekauft, der mich im Urlaub begleiten sollte. Pech gehabt, irgendwo ist er mir vom Finger gerutscht. Alles durchgesucht, selbst bei Lidl habe ich gefragt, weg war weg.
Am Freitag kamen meine Freunde Arturo und Alma aus Madrid, wie seit 10 Jahren fast den ganzen August die große Wohnung gebucht. Ich hatte vorher Fotos geschickt und geschrieben dass in unmittelbarer Nähe gebaut würde. Also sie kamen an, wir trafen uns bei mir auf der Terrasse, und ein ganz kurzes Statement – Manfred, die Baustelle hier wird uns nicht stören, aber das ganz Can Furnet mit Baustellen durchzogen ist macht für uns keinen Sinn hier Urlaub zu machen. Wir suchen uns heute noch ein neues Quartier. Aber wir laden Dich dann zum Essen ein bevor Du fährst. Nichts, kein Gar nichts , am nächsten Morgen waren sie abgereist. Bett war benutzt, aber das wars. Und für mich so schwierig denn wir waren in den Jahren gute Freunde geworden. Hätten Sie wenigstens etwas für die umfangreiche Vorbereitung da gelassen – aus und vorbei. Nachrichten von ihnen habe ich bisher nicht beantwortet.
Das war eigentlich die eine persönliche Enttäuschung in den drei Wochen, die immer wieder auch mit kleinen Überraschungen unterbrochen wurden.
An einem der Morgen, an dem ich im Schlafzimmer die Rollos hochzog, guckte mich an meiner Bettseite an der Wand rechts ein kleiner Gecko an. Hätte ihn gern fotografiert aber als ich mit der Kamera kam war er verschwunden.. Dieses kleine Wesen hat mir gezeigt wie auch in meiner unmittelbarer Nähe die kleinen Lebewesen durch die Unruhen verschwinden. Vor zwei Jahren hatte ich mittags noch zehn und mehr Eidechsen die von mir gefüttert wurden. Keine einzige habe ich mehr zu Besuch. Einmal sollen es die Schlangen sein die verstärkt auf der Insel zu erkennen sind, nie da gewesen, kommen aber mit den starken Pflanzballen der Olivenbäume von Mallorca, zum anderen vermute ich dass auch eine Menge im letzten Jahr von dem starken Katzenbesatz gefressen worden sind. Aber dieser kleine Gecko findet hoffentlich in meinem Schlafzimmer noch Mücken, das wäre mir auch eine Hilfe.
Donnerstag kam unerwartet ein Feiertag. Und ich hatte Ruhe und konnte lesen und mich mit dem Gedanken näher befassen mein erstes Eigentum auf der Insel zu verkaufen. Ich las die Klatschpresse und war mal wieder kurz in Deutschland.
Marianne Koch wurde 90 Jahre, Mirrele Mathieu wurde 75 Jahre und singt seit 55 Jahren in 11 Sprachen, die arme Margot Eskens leidet mit 85 Jahren an totaler Demenz. Aber alles zur Kenntnis genommen, ich muss weiter machen da stehen noch einige grundsätzliche Dinge an.
Ganz wichtig war die Tatsache, dass die beiden Lokales über die Versteigerung verkauft wurden. Ich hatte mich aus der Bieterliege schon vor Wochen zurückgezogen. Morgens früh ging schon das Telefon von meinem Anwalt und von meiner Steuerberaterin dass die Versteigerung an dem Tag angesetzt war. Aber ich hatte schon vor Wochen beschlossen nicht mehr Eigentum auf Ibiza zu erwerben. Gegen Nachmittag kam meine Miteigentümerin Eva ganz aufgeregt und berichtete mir dass ihr Vater wohl diese Lokales für sie ersteigert habe. Ob der gute Mann weiss was er da von Madrid aus für viel zu viel Geld ersteigert hatte.? Da werden noch hunderttausende Euro zu investieren sein. Ich weiss wovon ich spreche. Ich habe vor Jahren die beiden ersten Lokales gekauft und mehr als 200 Euro investiert damit ich dort wohnen konnte was ich bis heute genossen habe.
Aber dann kam mein Entschluss in ganz kurzer Zeit. Wenn Eva diese Lokales ausbauen wird habe ich direkt neben mir die nächste Baustelle. Gedacht, getan. Ich sprach Eva an, die die ganze Zeit mit ihrer Mode auf der Insel arbeitet, ich würde jetzt meine Lokales verkaufen wollen. Ob sie Freunde hätte die Interesse hätten. ? Noch am gleichen Tag gegen 12 Uhr kam eine toll aussehende Spanierin, so um Mitte 30, die sich die Wohnung gern ansehen wollte. Eva war dabei. Alles gesehen, alles erklärt und man glaubt es nicht um 17 Uhr kam die Entscheidung sie wolle kaufen.
Aber zu Ende August die Übergabe, 15 TDM Preisnachlass und sie wolle direkt als Sicherheit eine Anzahlung leisten. Nee, hat der Jungbluth entschieden, ich bestimme die Abläufe.
Und am nächsten Morgen kam Paolo mit einem Agenten, hohes Interesse, sie wollten jetzt die Interessenten durch meine Wohnung führen. Nein habe ich gesagt, ich bin am 25. August wieder vor Ort und dann kann es weiter gehen.
So wie mein Geschäftsprinzip immer in meinem Leben war – wenn Du die Spitzenpreise erlösen willst musst Du ggf. lange warten. Und das zeigt sich hier auch. Geld ist reichlich vorhanden, nur es sinnvoll anzulegen, das erfolgt nur mit Vertrauen.
Und ich möchte keine Nachbarn mehr die den großen Garten, für den ich all die Jahre sorgte , mit mir teilen würden. Meine Zeit des Reihenhauses ist vorbei. Ich genieße wie jetzt hier in Düsseldorf die große Terrasse mit Ruhe und Blick weit hinaus.
Noch einmal kurz zurück auf die Baustelle. Da baut in Holländer mit viel Einsatz, auch an anderer Stelle von Can Furnet baut er grosse Blöcke. Aber er bekommt von uns Schwierigkeiten da er u.a. den Grenzzaun unterbaggert und dort Dinge in die Erde hat bauen lassen.
Die Freude,die ich derzeit auf der Insel finde sind meine Freunde die mir helfen mal aus dem Krach zu kommen. Mit Danijela lecker gegessen, mit Levy und Marilena bei Hühner Karl die deutschen Rouladen gegessen und gegen Ende in Eularia in einem Thai Restaurant mit Blick aufs Meer noch mal Thai gegessen. Ich habe große Sehnsucht nach Bangkok und meinen Freunden dort. Als ich wichtig die Bedienung auf Thai begrüsste gab die beschämt zu dass sie Philippina sei. Und was haben wir gelacht.
Die drei Wochen gingen zu Ende. Kein Urlaub, kein Baden im Meer, immer wieder auf der Hut, dass nichts schief läuft.
Ich habe nach meiner Rückkehr den Berg Post liegen lassen. Mit Verena war ich herrlich am Samstag im Muggel frühstücken, über zwei Stunden dort lecker gegessen, wir haben uns über die drei Wochen ausgetauscht und ich muss sagen, ich werde das mit dem Verkauf auf Ibiza durchziehen. Wenn mein Freund Hubertus im September und Oktober die von Hanne und ihm jahrelang genutzte Wohnung geräumt hat ziehe ich von meinen Lokales eine Etage höher. Und das mache ich ganz in Ruhe. Meine Freunde stehen hinter mir und klatschen Beifall dass ich nicht noch weitere Flächen dazu gekauft habe.
Und jetzt gehe ich in den Garten zu meiner Tochter. Es gibt Pflaumenkuchen – es ist ja jetzt die Saison. Macht Euch eine gute Zeit, vielleicht bis bald sagt
Manfred – mal wieder in Oberkassel




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